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Die Brandenburgische Architektenkammer und die Brandenburgische Ingenieurkammer haben am Freitag, 5. Dezember 2025, zum neunten Mal den Brandenburgischen Baukulturpreis vergeben. Aus 74 eingereichten Projekten zeichnete die Jury Bauwerke aus, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und nachhaltiges Bauen vorbildlich umsetzen.

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Hauptpreis für Eisenbahnbrücke über die Oder

Erstmals seit 2013 ging der Hauptpreis nicht an ein Gebäude, sondern an ein Ingenieurbauwerk: Die neue Eisenbahnüberführung über die Oder bei Küstrin. Die 266 Meter lange Brücke entstand in deutsch-polnischer Zusammenarbeit als Teil des Streckenprojekts „Ostbahn“ und ist ein Symbol für das Zusammenwachsen Europas. Besonderheit des Bauwerks sind erstmals bei einer Eisenbahnbrücke eingesetzte Carbonhänger, die das Eigengewicht reduzieren und Baukosten senken. Die im Juli 2024 freigegebene Brücke fügt sich mit ihrer schlanken Form harmonisch in die Flusslandschaft ein.

Zwei Sonderpreise vergeben

Der Sonderpreis für öffentliches Bauen würdigt die Sanierung des Rathauses Frankfurt (Oder). Das über 700 Jahre alte Gebäude wurde mit einem lichtdurchfluteten Atrium zu einem offenen Zentrum für die Bürger umgestaltet. Bund und Land förderten die Sanierung mit 18,9 Millionen Euro.

Den Sonderpreis für Städtebau und Wohnen erhielt das Projekt „LIF – Leben im Fläming“ in Bad Belzig. Die Wohnanlage mit vier Veranda-Häusern und drei Gemeinschaftshäusern für rund 100 Bewohner setzt auf Gemeinschaft statt Individualismus und wurde in ökologischer Holzbauweise errichtet.

Anerkennungen und Engagementpreis

Anerkennungen gingen an ein Feldsteinhaus in Gerswalde (Uckermark), bei dem ein verfallener Kuhstall zu modernem Wohnraum umgebaut wurde, sowie an die Kuhdammbrücke in Wustermark, die statt eines Neubaus ressourcenschonend erweitert wurde.

Der Engagementpreis ehrt Heinz-Dieter Lohrer und Gordon Thalmann für ihre ehrenamtliche Arbeit zur Erforschung und Erhaltung historischer Baudenkmäler in der Prignitz.


Vorschaubild: Atrium Rathaus Frankfurt (Oder) © OSF
Quelle: MIL Land Brandenburg

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