Die Konzerthalle Frankfurt (Oder) wird umfassend saniert. Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser informiert nun offen über den Stand des Projekts und klärt Fragen zu Verzögerungen und Kosten.

Was wird gemacht?
Die historische Franziskanerklosterkirche und der Funktionsanbau werden in zwei Abschnitten saniert. Im ersten Schritt stehen die wichtigsten Arbeiten an:
- Der Konzertsaal wird barrierefrei umgebaut
- Bühne, Beleuchtung und Technik werden modernisiert
- Die Akustik wird verbessert (unter anderem Akustiksegel, Beschallung, Gehörlosenschleife)
- Heizung, Lüftung und Elektrik werden erneuert
- Sanitäranlagen werden erweitert
- Ein Aufzug sorgt für Barrierefreiheit
- Der Brandschutz wird auf den neuesten Stand gebracht
Wann geht es los?
Nach dem Umzug des Brandenburgischen Staatsorchesters im Februar 2026 starten die Bauarbeiten. Die Fertigstellung ist für Juni 2028 geplant. Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt liegen bei rund 5,9 Millionen Euro.
Warum die Verzögerung?
Ursprünglich sollte alles schon 2027 fertig sein. Doch die Bewilligung der Fördermittel zog sich bis September 2025 hin. Ohne gesicherte Finanzierung durfte nicht früher begonnen werden. Zusätzlich musste eine Brandschutzprüfung in der Messehalle durchgeführt werden, wodurch sich der Orchesterumzug verschob.
Was ist mit dem Denkmalschutz?
Im November 2024 wurde auch der Funktionsanbau unter Denkmalschutz gestellt. Die zuständige Stelle in der Verwaltung erfuhr davon erst im Juli 2025 – ein Kommunikationsproblem, das nun aufgearbeitet wird.
Die gute Nachricht: Die Planung muss deshalb nicht grundlegend geändert werden, und die Bauzeit verlängert sich dadurch nicht wesentlich. Allerdings entstehen durch den Denkmalschutz zusätzliche Kosten von etwa 35.000 bis 45.000 Euro – vor allem für Dokumentationen und die fachgerechte Behandlung historischer Böden.
„Mir ist wichtig, transparent zu informieren“, betont Oberbürgermeister Strasser. „Die Verzögerungen haben nachvollziehbare Gründe. Wir arbeiten daran, die Verwaltungsabläufe zu verbessern und prüfen weitere Fördermöglichkeiten.“
Die Stadt hält die Öffentlichkeit weiter auf dem Laufenden.
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)



