Die Europa-Universität Viadrina lädt zur Vernissage einer besonderen Ausstellung ein: „Die eigene Sicht. Über das Wirken von Künstlerinnen in der DDR in Frankfurt (Oder)“ wird am 9. April um 17 Uhr mit einer Führung eröffnet.

Geschlecht als blinder Fleck der DDR-Kunstgeschichte
Ein faszinierendes Paradoxon durchzieht die DDR-Kunstgeschichte: Während Frauen offiziell den Männern gleichgestellt waren, wurde ihre spezifische Situation als Künstlerinnen lange Zeit ignoriert. Erst Ende der 1980er-Jahre kam die Frage auf, wie Geschlecht tatsächlich die Arbeitsbedingungen und den kreativen Prozess beeinflusste. Stattdessen wurden traditionelle Rollenbilder auch in der Kunst bewusst gepflegt.
Ein Blick in die Sammlung der Artothek
Die Ausstellung bietet am Beispiel Frankfurts einen Einblick in die Arbeitsrealität von Künstlerinnen in der DDR. Dafür nutzt sie Werke aus der städtischen Artothek – einer Einrichtung, die Gemälde und Grafiken zum Ausleihen bereitstellt. Die Sammlung umfasst Bestände ehemaliger DDR-Institutionen und ist ein bedeutsames Zeugnis der lokalen Kunstszene.
Bis 23. Juni zu sehen im Hauptgebäude der Universität vor der Bibliothek.
Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)




