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Im Landkreis Oder-Spree ist die Newcastle-Krankheit weiterhin auf dem Vormarsch. Ein erneuter Ausbruch wurde in einem Geflügelbetrieb in Spreenhagen amtlich bestätigt. Dort zeigten rund 68.000 Tiere klinische Auffälligkeiten und erhöhte Verluste. Die Laboruntersuchung durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg wies das aviäre Paramyxovirus (APMV) nach, die abschließende Bestätigung kam vom Friedrich-Loeffler-Institut.

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Großflächiger Bestand betroffen: Insgesamt sind derzeit neun Geflügelhaltungen im Landkreis von der Tierseuche erfasst worden. Die Palette reicht von Putenmastbeständen über Hähnchenmastbetriebe bis hin zu Legehennenbetrieben und Junghennenaufzuchtstätten. Hochgerechnet sind etwa 1.025.500 Tiere betroffen – darunter 21.500 Puten, 563.500 Hähnchen, 210.000 Junghennen und 230.500 Legehennen.

Erste Entwarnung in Sicht: Ein positives Zeichen ist die geplante Aufhebung der Restriktionszonen um den Putenmastbestand in Coschen in den kommenden Tagen, da dort keine Sekundärausbrüche festgestellt wurden. Doch die Behörden mahnen zur Vorsicht: Die aktuelle Witterungslage und ungünstige Windverhältnisse über die Osterfeiertage lassen das Risiko für weitere Ausbrüche weiterhin erheblich erscheinen.

Dringender Appell an Geflügelhalter: Die zuständigen Veterinärbehörden appellieren eindringlich an alle Geflügelhalter, ihre Bestände intensiv zu überwachen. Entscheidend ist: Auch in geimpften Herden sollten unklare Todesfälle oder Leistungseinbrüche Anlass für sofortige Laboruntersuchungen sein. Eine frühzeitige Erkennung sei entscheidend, um die Ausbreitung der Tierseuche wirksam einzudämmen.


Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: LOS

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