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Der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) arbeitet an einer Weiterentwicklung der Regelungen zum Schiedsrichter-Soll. Ziel ist es, die Vorgaben klarer, gerechter und praxisnäher zu gestalten. Die Anpassungen entstanden in einer eigens eingesetzten Arbeitsgruppe mit insgesamt 13 Vertreterinnen und Vertretern aus Vereinen, Fußballkreisen und dem Schiedsrichterwesen – darunter sowohl sanktionierte als auch nicht sanktionierte Vereine.

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Konkret sieht das Paket unter anderem eine klarere Staffelung der Anforderungen je nach Spielklasse vor, eine stärkere Berücksichtigung besonders engagierter Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie praxisgerechtere Regelungen bei Vereinswechseln. Zudem wird der Sanktionsrahmen angepasst: Punktabzüge und Rückstufungen sollen künftig erst bei wiederholten und langfristigen Verfehlungen greifen.

FLB-Schiedsrichterausschuss-Vorsitzender Marko Schmidt benennt das Kernproblem offen: Ohne Schiedsrichter gibt es keinen Spielbetrieb – gleichzeitig fällt es vielen Vereinen schwer, genug Personen zu gewinnen. Genau in diesem Spannungsfeld versucht der Verband, tragfähige Lösungen zu finden.

Aus den Reihen der Vereine kommen unterschiedliche Stimmen. Jethro Reinhardt vom sanktionierten VfL Nauen begrüßt, dass die Vereinserfahrungen in die Anpassungen eingeflossen sind, betont aber: Man sei noch nicht am Ziel. Christoph Mattern von Germania Scheiche sieht die Überarbeitung als Gemeinschaftsaufgabe: Klarheit und Verständigung seien das oberste Gebot, denn die Vereine arbeiteten unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

Einigkeit herrscht bei allen Beteiligten darüber, dass die Anpassungen kein Endpunkt sind, sondern ein Zwischenschritt. Der Dialog soll weitergehen. Die neuen Regelungen treten nach entsprechender Beschlussfassung in Kraft; über die genauen Zeitpunkte wird der FLB gesondert informieren.


Vorschaubild: Bewegung beim Schiri-Soll (Lukas Thoms/FLB)
Quelle: Fußball-Landesverband Brandenburg e.V.

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