Meldungen aus Brandenburg
Zusammenstellung redaktionell aufbereiteter Pressemitteilungen · 22. September 2026

300 Millionen Euro: Center Parcs plant Ferienpark im Lausitzer Seenland
Die Ferienparkkette Center Parcs plant im Brandenburger Teil der Lausitz einen neuen Ferienpark. Das gab das Unternehmen auf der Verbandsversammlung des Zweckverbands Lausitzer Seenland Brandenburg in Senftenberg bekannt. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 300 Millionen Euro. Auf einer Fläche von etwa 90 Hektar zwischen Sedlitzer und Partwitzer See sollen 500 bis 700 Ferienhäuser sowie ein Aqua-Mundo-Erlebnisbad entstehen. Der Park soll ganzjährig geöffnet sein und laut Prognose rund 800.000 zusätzliche Übernachtungen pro Jahr bringen. Wirtschafts- und Tourismusministerin Martina Klement bezeichnete das Vorhaben als eines der größten touristischen Entwicklungsprojekte des Landes und als weiteren Meilenstein für den Strukturwandel in der Lausitz. Die konkrete Ausgestaltung soll nun in enger Abstimmung mit Kommunen und Behörden erfolgen.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa Brandenburg (MWEKE), Pressemitteilung vom 22. September 2026
Brandenburg startet Erhaltungsprogramm für Landesstraßen
Das Land Brandenburg startet ein Erhaltungsprogramm für besonders geschädigte Landesstraßen. Bis 2031 sollen bis zu 520 Kilometer substanzverbessernd saniert werden, der Finanzrahmen dafür liegt bei bis zu 200 Millionen Euro. Infrastrukturminister Robert Crumbach stellte das Programm an der L 74 vor, wo am 28. September die erste Baumaßnahme beginnt: Zwischen dem Knotenpunkt L 74/L 42 und Kehrigk wird auf rund 4,3 Kilometern die Fahrbahn erneuert, die Strecke ist während der Bauzeit voll gesperrt. Der Verkehr wird über Storkow, die B 246 bis Ahrensdorf und die L 42 über Limsdorf umgeleitet. Die Arbeiten sollen im November abgeschlossen sein, die Baukosten liegen bei rund 1,6 Millionen Euro. Laut Landesbetrieb Straßenwesen sind rund 65 Prozent des 5.520 Kilometer langen Landesstraßennetzes erhaltungsbedürftig. Für 2026 sind neben der L 74 weitere Maßnahmen unter anderem an der L 242, L 255, L 61, L 691, L 561 und L 86 geplant.
Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL), Pressemitteilung vom 21. September 2026
Kooperationsvereinbarung für nachhaltiges Planen und Bauen verlängert
Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, die Brandenburgische Ingenieurkammer und die Brandenburgische Architektenkammer haben zum zehnten Mal zum Tag des nachhaltigen Planens und Bauens eingeladen. Im Mittelpunkt stand diesmal die Umbaukultur – also der Erhalt und die Umnutzung vorhandener Bausubstanz statt Neubau. Bauminister Robert Crumbach unterzeichnete gemeinsam mit den Kammerpräsidenten Andreas Rieger und Matthias Krebs eine Änderungsvereinbarung, mit der die bestehende Kooperationsvereinbarung bis Ende 2028 verlängert wird. Als Praxisbeispiel wurde der Umbau der Grundschule Wilhelm Gentz in Neuruppin vorgestellt. Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Beschäftigte kommunaler Bau- und Planungsämter.
Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL), Pressemitteilung vom 21. September 2026
Herzschwäche in Brandenburg: Sozial benachteiligte Regionen besonders betroffen
Menschen in sozial besonders benachteiligten Regionen Brandenburgs sind überdurchschnittlich häufig von Herzschwäche betroffen. Das zeigt der neue Gesundheitsatlas Herzinsuffizienz des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). 2024 lebten in Brandenburg rund 124.000 Menschen ab 30 Jahren mit der Erkrankung. Am höchsten ist der Anteil im Landkreis Elbe-Elster mit 8,9 Prozent, gefolgt von Oberspreewald-Lausitz mit 8,6 Prozent und Brandenburg an der Havel mit 8,1 Prozent, am niedrigsten in Potsdam mit 5,2 Prozent. Der Landesdurchschnitt liegt bei 6,5 Prozent, bundesweit bei 5,5 Prozent. Auch nach Bereinigung um Alter und Geschlecht bleibt das Gefälle deutlich. Die AOK Nordost fordert unter anderem konsequenten Nichtraucherschutz in Gaststätten und verbindliche Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen. Mit Programmen wie „Cardiolotse" und „AOK-Telemedizin Herz" unterstützt die Kasse Betroffene nach einem Klinikaufenthalt bei Arztterminen, Medikamenteneinnahme und im Umgang mit der Erkrankung.
Quelle: AOK Nordost, Pressemitteilung vom 21. September 2026
Minister Crumbach zum Vorsitzenden des Eisenbahninfrastrukturbeirates gewählt
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) ist zum Vorsitzenden des Eisenbahninfrastrukturbeirates bei der Bundesnetzagentur gewählt worden. Er übernimmt den Vorsitz von dem Bundestagsabgeordneten Michael Donth (CDU), der zu seinem Stellvertreter gewählt wurde. Crumbach kündigte an, die Interessen der Länder und Regionen in den Beratungen zur Zukunft der Schiene stärker einbringen und den Austausch zwischen Bund, Ländern, Bahnbranche und Bundesnetzagentur stärken zu wollen. Der Eisenbahninfrastrukturbeirat ist ein politisches Beratungsgremium aus neun Mitgliedern des Bundestages und neun Vertreterinnen und Vertretern des Bundesrates. Er berät die Bundesnetzagentur bei der Eisenbahnregulierung und ist vor wichtigen Entscheidungen anzuhören. Der Vorsitz wird turnusmäßig für zwei Jahre im Wechsel zwischen Bundestag und Länderseite vergeben.
Quelle: Bundesnetzagentur, Pressemitteilung des Eisenbahninfrastrukturbeirates vom 21. September 2026
IHK Ostbrandenburg mahnt rechtzeitige Umstellung auf e-Rechnung an
Die IHK Ostbrandenburg ruft Unternehmen in der Region auf, ihre Prozesse rechtzeitig auf e-Rechnung umzustellen. Seit dem 1. Januar 2025 gelten für Rechnungen zwischen inländischen Unternehmen (B2B) neue Vorgaben nach der europäischen Norm EN 16931, Papier- und reine PDF-Rechnungen gelten künftig nur noch als „sonstige Rechnungen". Übergangsregelungen, die viele Betriebe derzeit noch nutzen, laufen schrittweise aus: Bis Ende 2026 sind Papier- und PDF-Rechnungen für B2B-Umsätze der Jahre 2025 und 2026 noch mit Zustimmung des Empfängers möglich, bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro bis Ende 2027. Spätestens ab dem 1. Januar 2028 gilt die e-Rechnungspflicht für alle. René Bast vom Fachbereich Recht der IHK Ostbrandenburg warnt, dass fehlerhafte Rechnungen künftig nicht mehr akzeptiert werden könnten und auch die Nichtnutzung der vorgeschriebenen e-Rechnung im B2B-Geschäft bußgeldbewehrt sein dürfte. Für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber gelten zudem besondere Regelungen, etwa die sogenannte Leitweg-ID. Weitere Informationen hat die IHK Ostbrandenburg auf ihrer Themenseite zur e-Rechnung zusammengestellt.
Quelle: IHK Ostbrandenburg, Pressemitteilung vom 22. September 2026
Kartenführerscheine von 2002 bis 2004 müssen jetzt umgetauscht werden
Die Fahrerlaubnisbehörde des Landkreises Märkisch-Oderland verzeichnet derzeit ein erhöhtes Anfrage- und Terminaufkommen zum Führerscheinpflichtumtausch. Betroffen sind aktuell Inhaberinnen und Inhaber von Kartenführerscheinen, die zwischen 2002 und 2004 ausgestellt wurden – sie müssen bis zum 19. Januar 2027 umgetauscht werden. Für vor 1953 geborene Personen gilt unabhängig vom Ausstellungsjahr eine Frist bis zum 19. Januar 2033; sie müssen derzeit keinen Termin vereinbaren. Der Landkreis bittet Bürgerinnen und Bürger mit späterer Frist, vorerst von einer Terminbuchung abzusehen. Beim Pflichtumtausch handelt es sich um einen reinen Dokumententausch, die Fahrerlaubnis selbst bleibt bestehen. Wer die Frist versäumt, riskiert bei einer Polizeikontrolle ein Verwarnungsgeld; die Fahrerlaubnisbehörde selbst erhebt bei Fristüberschreitung keine Gebühren oder Bußgelder. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich per persönlicher Vorsprache, ein Online-Verfahren ist auch künftig nicht vorgesehen.
Quelle: Landkreis Märkisch-Oderland, Pressemitteilung vom 22. September 2026




