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1. Oktober 2026
Meldungen aus Brandenburg
Aktuelle Meldungen
ArbeitMWEKE Brandenburg1. Oktober 2026

Zoll kontrolliert Friseure und Nagelstudios

Bei bundesweiten Kontrollen gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung hat der Zoll am 26. September 2026 auch in Brandenburg Friseurbetriebe und Nagelstudios überprüft. Im Bereich des Hauptzollamts Frankfurt (Oder) leiteten die Einsatzkräfte noch vor Ort acht Straf- und zwölf Bußgeldverfahren ein. In einem Fall bestand zudem der Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt. In fünf weiteren Fällen wurden illegal beschäftigte Ausländer angetroffen und an die zuständigen Ausländerbehörden übergeben, gegen sie und ihre Arbeitgeber wurden Strafverfahren eingeleitet. Festgestellt wurden außerdem Verstöße etwa gegen die Preisangabenverordnung sowie gegen Arbeitsschutz-, Hygiene- und Gesundheitsvorschriften. In 27 Fällen prüft der Zoll noch weiter, vor allem Geschäftsunterlagen und Buchhaltung. Im Landkreis Barnim begleitete Wirtschaftsministerin Martina Klement, die auf Landesebene für die Bekämpfung der Schwarzarbeit zuständig ist, die Einsatzkräfte. Beteiligt waren auch die kommunalen Ordnungsbehörden, vereinzelt unterstützte die Steuerfahndung. Im Friseurgewerbe müssen Beschäftigte seit Anfang 2026 Ausweispapiere mitführen und auf Verlangen vorlegen. „Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung schaden nicht nur dem fairen Wettbewerb, sondern der gesamten Gesellschaft“, sagte Klement.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa Brandenburg, Pressemitteilung vom 1. Oktober 2026
WirtschaftIHK Ostbrandenburg1. Oktober 2026

IHK Ostbrandenburg unterstützt Expo-Bewerbung

Die Vollversammlung der IHK Ostbrandenburg hat bei ihrer dritten Sitzung im Jahr 2026 in Neuenhagen bei Berlin beschlossen, die Bewerbung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg um die Weltausstellung Expo 2035 zu unterstützen. Außerdem soll die Ausbildung von Gefahrgutfahrerinnen und Gefahrgutfahrern künftig auch online nach bundesweiten Standards stattfinden. IHK-Präsident Carsten Christ sagte, mit der Expo 2035 könne die Ostbrandenburger Wirtschaft der Welt zeigen, was sie zu leisten vermöge. Neues Mitglied der Vollversammlung ist Ullrich Helmig, Geschäftsführer der K & H Landmaschinenhandel Köppen + Helmig GmbH in Jacobsdorf (Oder-Spree), der als Nachrücker in das Gremium kam. Im anschließenden Wirtschaftsdialog Ostbrandenburg sprachen mehr als 40 Unternehmer mit Landtagsabgeordneten. Kritisiert wurden dabei immer wieder Energiekosten, Bürokratiebelastung und fehlende Fachkräfte. Die letzte Vollversammlung des Jahres findet am 1. Dezember 2026 in Joachimsthal statt.

Quelle: IHK Ostbrandenburg, Pressemitteilung vom 1. Oktober 2026
RettungsdienstLandkreis Märkisch-Oderland1. Oktober 2026

Märkisch-Oderland: Transportverweigerung bleibt kostenpflichtig

Wer bei einem Rettungsdiensteinsatz einen medizinisch notwendigen Transport ablehnt, muss im Landkreis Märkisch-Oderland weiterhin mit einem Gebührenbescheid rechnen. Diese Fälle sind von der angekündigten finanziellen Beteiligung des Landes Brandenburg an den Kosten des Rettungsdienstes nicht erfasst, bereits erlassene Bescheide bleiben gültig. Zurückgenommen werden dagegen Gebührenbescheide für Behandlungen vor Ort, sogenannte Fehlfahrten, aus dem Jahr 2024 und dem Januar 2025 sowie für Differenzbeträge aus dem Jahr 2025. Bereits gezahlte Beträge werden ohne gesonderten Antrag erstattet. Für Fehlfahrten aus den Jahren 2025 und 2026 werden keine Gebührenbescheide erlassen, bereits verschickte Informationsschreiben über eine mögliche Gebührenfestsetzung sind damit gegenstandslos. Die Bearbeitung der Rücknahmen und Erstattungen kann nach Angaben des Landkreises einige Zeit in Anspruch nehmen.

Quelle: Landkreis Märkisch-Oderland, Pressemitteilung vom 1. Oktober 2026
HandwerkIG BAU Oderland1. Oktober 2026

Oder-Spree: Mehr Lohn für Dachdecker

Dachdecker im Landkreis Oder-Spree bekommen ab Oktober 2026 mehr Geld. Die Tariflöhne im Dachdeckerhandwerk steigen um 3,8 Prozent, ein Geselle hat damit rund 130 Euro mehr im Monat. Das teilt die IG BAU Oderland mit. Im Landkreis gibt es 43 Dachdeckerbetriebe mit rund 300 Beschäftigten. „Dachdecker machen einen Wind-und-Wetter-Job. Sie stehen bei Sonne und Kälte, bei Wind und Regen auf dem Dach“, sagt Astrid Gehrke von der IG BAU Oderland. Die Beschäftigten deckten Dächer neu ein, reparierten nach Stürmen und dichteten Flachdächer ab. Zudem seien sie Energiespar-Handwerker, die Dächer dämmen und Solaranlagen installieren.

Quelle: IG BAU Bezirksverband Oderland, Presseinformation vom 1. Oktober 2026
VerkehrMinisterium für Infrastruktur30. September 2026

Deutschlandticket kostet ab 2027 66,80 Euro

Der Preis für das Deutschlandticket steigt ab dem Jahr 2027 von derzeit 63 Euro auf 66,80 Euro im Monat. Das geht aus den Beratungen des Koordinierungsrats Deutschlandticket am 30. September 2026 hervor. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach nannte die Erhöhung um knapp vier Euro wegen der deutlich gestiegenen Betriebskosten unvermeidlich. Das Deutschlandticket bleibe aber auch mit dem neuen Preis ein hochattraktives Produkt. Da es schon jetzt stark rabattiert sei, müssten Kostensteigerungen nach aktuellem Stand an die Kunden weitergegeben werden. Eine Alternative wäre ein höherer Zuschuss des Bundes, die Länder könnten das nicht leisten. Ein vergleichsweise günstiger Preis bleibe jedoch Voraussetzung dafür, dass das Ticket für die Kunden attraktiv bleibe, betonte Crumbach.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg, Pressestatement vom 30. September 2026
BildungMWEKE Brandenburg30. September 2026

Schwedt: 14,2 Millionen Euro für Boardinghouse

Für ein Boardinghouse in Schwedt/Oder erhält der Landkreis Uckermark rund 14,2 Millionen Euro Fördermittel. Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer übergab den Förderbescheid am 30. September 2026 beim JTF-Lenkungskreis in Schwedt an Landrätin Karina Dörk, im Beisein von Nina Krampitz, Referatsleiterin im Förderbereich Infrastruktur der ILB. Gegenüber dem Sport- und Freizeitbad „Aquarium“ und nahe dem Oder-Center sowie dem Bahnhof Schwedt-Mitte entsteht auf fast 1.300 Quadratmetern ein Wohnheim und Internat für Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler. Geplant sind rund 60 Wohnplätze in Einzel- und Doppelzimmern, Gemeinschaftsküchen und Freizeiträume. Minderjährige werden vor Ort von sozialpädagogischem Fachpersonal betreut. Fischer bezeichnete das Haus als attraktiven Anker für junge Menschen, in der Region zu bleiben und dort eine Ausbildung zu machen. Das Boardinghouse ist die erste Bildungseinrichtung des Innovation Campus Schwedt, die einen Zuwendungsbescheid erhält. Gefördert wird der Campus über den Just Transition Fonds (JTF), der die Raffinerieregion Schwedt mit bis zu 110 Millionen Euro an EU-Mitteln bei der Neuausrichtung unterstützen soll.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa Brandenburg, Pressemitteilung vom 30. September 2026
TourismusMWEKE Brandenburg29. September 2026

Christian Jaschinski leitet Tourismus-Marketing Brandenburg

Christian Jaschinski übernimmt die Geschäftsführung der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. Er folgt auf Christian Woronka, der auf eigenen Wunsch ausscheidet und seine Tätigkeit zum 30. September 2026 beendet. Jaschinski war von 2010 bis 2026 Landrat des Landkreises Elbe-Elster und engagierte sich seit 2021 zudem als Vorsitzender des Landestourismusverbandes Brandenburg. Wirtschafts- und Tourismusministerin Martina Klement verwies auf seine langjährige Erfahrung und gute Vernetzung und dankte Woronka für seine Arbeit. Jaschinski will gemeinsam mit den Akteuren im Land das touristische Potenzial Brandenburgs noch besser sichtbar machen und den Tourismus als Wirtschaftsfaktor weiterentwickeln. Die TMB ist die zentrale Tourismusorganisation Brandenburgs, das Land hält 59 Prozent der Anteile.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa Brandenburg, Pressemitteilung vom 29. September 2026
SicherheitMinisterium des Innern29. September 2026

Verfassungsschutz legt „Extremograph“ neu auf

Das Brandenburger Innenministerium hat den „Extremographen“ aktualisiert und neu aufgelegt. Die Landkarte zeigt die extremistischen Strukturen im Land und ihre räumliche Verteilung, gedruckt als Plakat im Format A0 etwa für Infostände oder den Unterricht und digital für das Smartphone. Erfasst sind unter anderem von Rechtsextremisten genutzte Immobilien, Kreisverbände rechtsextremistischer Parteien, „Freie Kräfte“, „Hass-Bands“, „Bruderschaften“ und „Kampfsportgruppen“, die Verbreitung von „Reichsbürgern und Selbstverwaltern“ sowie Aktivitäten linksextremistischer und islamistischer Gruppen. „Nur wer die Strukturen vor Ort kennt, kann den Feinden unserer Demokratie wirksam entgegentreten“, sagte Innenminister Dr. Jan Redmann. Im Jahr 2025 hielten Mitarbeiter des Verfassungsschutzes 145 Vorträge vor rund 7.800 Teilnehmern. Die digitale Version steht unter mik.brandenburg.de/extremograph zum Download bereit. Das gedruckte Plakat kann über den Publikations-Shop des Innenministeriums oder per E-Mail an info@verfassungsschutz-brandenburg.de bestellt werden.

Quelle: Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg, Pressemitteilung vom 29. September 2026
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