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Brandenburg: Elf Jugendliche starten bei der START-Stiftung

Sieben Jugendliche aus Brandenburg – unter anderem aus Fürstenwalde – beginnen in diesem Schuljahr das dreijährige START-Stipendium. Vier weitere nehmen an den einjährigen Programmen START Coding und START Career teil. Das Stipendium gibt es in Brandenburg bereits im 20. Jahr.

Für die vier Mädchen und drei Jungen war die Aufnahme in das Förderprogramm am 2. Oktober 2026 bei einer Jubiläumsfeier in der Brandenburgischen Staatskanzlei in Potsdam vorgesehen. Bei Auswahl und Betreuung der Geförderten arbeitet die START-Stiftung eng mit dem Land Brandenburg und der RAA Brandenburg zusammen. Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten kommen aus Biesenthal, Cottbus, Fürstenwalde, Potsdam und Teltow.

Die START-Stiftung ist eine Tochter der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Sie fördert Jugendliche mit Migrationsbezug und unterstützt im neuen Schuljahr bundesweit 478 Schülerinnen und Schüler. Im Mittelpunkt stehen Empowerment und Chancengerechtigkeit: Die Jugendlichen sollen sich persönlich weiterentwickeln und sich für die Gesellschaft engagieren.

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann: „20 Jahre START Stipendium in Brandenburg: Das ist ein starkes Zeichen für Bildungsgerechtigkeit. Immer noch gibt es Unterschiede bei den Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund – auch wenn der Bildungserfolg in Brandenburg weniger abhängig ist von der sozialen Herkunft als in anderen Ländern. Die Förderung durch die START-Stiftung bietet erneut zwölf Brandenburger Jugendlichen eine Möglichkeit, sich gesellschaftlich zu engagieren und durch individuelle Unterstützungsangebote die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Ich danke der START-Stiftung für ihr Engagement für unsere Jugend!“

Einer der neuen Stipendiaten ist Kamil Berndt vom Hannah-Arendt-Gymnasium in Potsdam: „Für mich bedeutet die Aufnahme in das START-Programm vor allem, dass ich mich persönlich weiterentwickeln und neue Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Kulturen und Perspektiven kennenlernen kann. Bei START kann ich mich mit Themen beschäftigen, die mir wichtig sind, besonders interessieren mich Vielfalt, Rassismus und Intoleranz. Ich möchte lernen, wie ich mich selbst engagieren und etwas in meinem Umfeld verändern kann.“

Die Programme der START-StiftungSTART Stipendium: Drei Jahre lang nehmen die Geförderten an Kursen und Workshops zu Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftlichem Engagement und Berufsorientierung teil. Pädagoginnen und Pädagogen begleiten sie, zudem erhalten sie insgesamt 3.500 Euro Bildungsgeld.START Coding: Im Laufe eines Schuljahres beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Tutorinnen und Tutoren mit KI und Digitalisierung und lernen die IT-Branche kennen.START Career: Über ein Schuljahr erhalten die Jugendlichen praxisnah Orientierung zu Berufsbildern, Ausbildungs- und Studienwegen und lernen, begleitet von Mentorinnen und Mentoren, Unternehmen kennen.

Für die Aufnahme sind weder Schulform noch Noten entscheidend. START achtet allein auf Persönlichkeit, Motivation und Engagement der Jugendlichen. In diesem Jahr haben sich bundesweit 1.475 Schülerinnen und Schüler beworben. Alle interessierten Schülerinnen und Schüler mit Migrationsbezug können zudem Teil der START Community werden, der inzwischen mehr als 3.000 Jugendliche angehören. Auf der Online-Bildungsplattform START Campus erhalten sie Zugang zu kostenfreien Bildungsangeboten und können seit Kurzem auch europaweit anerkannte digitale Zertifikate erwerben.

Farid Bidardel, Geschäftsführer der START-Stiftung: „Das Stipendium, mit dem wir vor 25 Jahren unsere Arbeit begonnen haben, ist heute ein Baustein von vielen, um Jugendlichen mit Migrationsbezug Chancen zu ermöglichen. Und unsere Arbeit zeigt Wirkung: Die Geförderten erhalten durch uns Zugang zu wichtigen Bildungsressourcen, sind engagierter als zuvor und haben ein stärkeres Selbstbewusstsein. Das bestätigt nicht nur unsere professionelle Wirkungsmessung, das sehen wir auch an den fast 4.000 ehemaligen Geförderten.“

Bewerben können sich Jugendliche, die in Deutschland eine weiter- oder berufsbildende Schule besuchen, bei Aufnahme der Förderung mindestens 14 Jahre alt sind und selbst zugewandert sind oder bei denen dies mindestens auf ein Elternteil zutrifft. Weitere Informationen gibt es unter www.start-stiftung.de.

Quelle: START-Stiftung