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Gedenktafel für Pfarrer Ernst Senckel enthüllt

Am Hauptgebäude der Sparkasse Oder-Spree in der Franz-Mehring-Straße in Frankfurt (Oder) erinnert jetzt eine Tafel an den Hohenwalder Pfarrer Ernst Senckel, der als „Vater des deutschen Schulsparens“ gilt. Enthüllt wurde sie am Freitag, 30. Oktober 2026, dem Weltspartag.

Die Gedenktafel entstand im Rahmen der Initiative „Frankfurter Köpfe“ der Netzwerkstatt Frankfurt (Oder).

Der evangelische Pfarrer, geboren 1836, kam 1867 nach Hohenwalde und wurde zunächst zum Amtsgehilfen des Pfarrers der Parochie Hohenwalde bestellt. Bereits am 1. November 1867 gründete er in seiner Sonntagsschule eine Schulsparkasse und führte damit das Schulsparen ein.

Veit Kalinke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree, würdigte Senckels Engagement für das Sparwesen in Deutschland: „Wir freuen uns, dass wir Ernst Senckel nun auch mit einer Tafel an unserem Gebäude würdigen. Neben dem Ernst-Senckel-Gedenkstein und dem Ernst-Senckel-Weg im Frankfurter Ortsteil Hohenwalde rücken wir ihn damit nun auch hier, zentrumsnah, stärker ins öffentliche Bewusstsein.“ Für Senckel habe die frühzeitige Erziehung zum Sparen eine große Rolle gespielt. „Der Gedanke, Menschen schon in jungen Jahren einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld nahezubringen, ist bis heute aktuell“, so Kalinke. Das Bewusstsein für finanzielle Bildung zu schaffen, liege auch der Sparkasse am Herzen.

Pfarrerin Anna Seidel erinnerte in ihrer Laudatio an die Verdienste ihres Amtsvorgängers: Auf sein Betreiben wurden 1868 die Markendorfer und 1869 die Hohenwalder Kirche restauriert. Neben der Sonntagsschule gründete er einen christlichen Leseverein und eine Volksbibliothek. Senckel war zudem Dichter und Schriftsteller sowie Geschäftsführer des Vereins für Jugendsparkassen in Deutschland, der am 2. November 1880 gegründet wurde.

Quelle: Sparkasse Oder-Spree