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Aktualisierung: Trinkwasser WAZ Seelow

Aktualisierung · Landkreis Märkisch-Oderland

Coliforme Bakterien im Trinkwasser: Abkochgebot im Versorgungsgebiet des WAZ Seelow bleibt bestehen

Das Gesundheitsamt des Landkreises Märkisch-Oderland hatte zuvor für zahlreiche Gemeinden im Versorgungsgebiet des WAZ Seelow ein Abkochgebot ausgesprochen, nachdem bei Routinekontrollen coliforme Bakterien im Trinkwassernetz nachgewiesen worden waren. Hier der aktuelle Stand.

In Teilen des Versorgungsgebietes des Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WAZ) Seelow sind weiterhin coliforme Bakterien im Trinkwassernetz nachweisbar. Das ergaben weitere Beprobungen vom 02.09.2026, wie der Landkreis Märkisch-Oderland mitteilt. Das bestehende Abkochgebot gilt damit unverändert fort.

Positiv vermeldet der Landkreis: Im Rahmen der Kontrollen habe sich gezeigt, dass sich die coliformen Bakterien nicht weiter in andere Teile des Trinkwassernetzes ausgebreitet haben. Bis die Ursache abschließend geklärt ist, bleiben die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung in Kraft.

Betroffene Gemeinden

Bereits Kontrollen vom 31.08.2026 hatten coliforme Bakterien im Trinkwassernetz folgender Gemeinden nachgewiesen:

• Werbig• Neuwerbig• Altlangsow• Neulangsow• Seelower Loose• Zechin• Zechiner Loose• Buschdorf• Friedrichsaue• Genschmar

Das Abkochgebot gilt darüber hinaus weiterhin für das Trinkwasserversorgungsnetz der Gemeinden:

• Golzow einschließlich Heimstättensiedlung• Gorgast einschließlich Schäferei• Bleyen einschließlich Altbleyen und Kuhbrücke• Manschnow einschließlich Neu Manschnow• Küstrin-Kietz• Rathstock• Reitwein• Hathenow• Podelzig einschließlich Wuhden und Klessin• Sachsendorf einschließlich Werder• Alt Tucheband einschließlich Neu Tucheband• Hackenow

Nach derzeitigem Kenntnisstand sind ausschließlich die genannten Gemeinden betroffen.

Was sind coliforme Bakterien?

Coliforme Bakterien gelten als Indikatororganismen. Ihr Nachweis bedeutet nicht automatisch, dass Krankheitserreger im Trinkwasser vorhanden sind – er weist jedoch auf eine mögliche mikrobiologische Beeinträchtigung des Versorgungssystems hin, etwa durch Arbeiten am Leitungsnetz oder technische Störungen, und macht weitere Untersuchungen erforderlich. Genaue Messwerte der Prüfberichte werden vom Gesundheitsamt nicht veröffentlicht. Sobald der Grenzwert überschritten wird, leitet die Behörde Maßnahmen ein.

Der WAZ Seelow hat bereits umfangreiche Netzspülmaßnahmen sowie weitere technische Schritte eingeleitet, um die Ursache zu beseitigen und die Trinkwasserqualität schnellstmöglich wiederherzustellen. Über den Fortgang der Arbeiten informiert der WAZ Seelow fortlaufend auf seiner eigenen Internetseite.

Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen

• Leitungswasser nur abgekocht trinken.• Wasser einmal sprudelnd aufkochen und anschließend mindestens 10 Minuten abkühlen lassen – ein Wasserkocher eignet sich dafür besonders.• Für Speisenzubereitung, Zähneputzen sowie die Reinigung offener Wunden und den Kontakt mit Schleimhäuten (z. B. Augen) ausschließlich abgekochtes Wasser verwenden.• Menschen mit geschwächtem Immunsystem – ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, Personen mit medikamentös bedingter Immunschwäche, Säuglinge, Kinder und Schwangere – sollten nicht duschen.• Das Leitungswasser kann uneingeschränkt für die Toilettenspülung und andere Zwecke genutzt werden.• Poolwasser sollte ausreichend gechlort werden.

Mögliche gesundheitliche Folgen

Coliforme Bakterien können unter anderem Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall auslösen. Gelangen sie in offene Wunden, können Entzündungen entstehen. Besonders empfindliche Personengruppen sollten die genannten Vorsichtsmaßnahmen konsequent beachten.

Die Vorsichtsmaßnahmen gelten bis auf Weiteres. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen oder die Maßnahmen aufgehoben werden können, wollen das Gesundheitsamt und der WAZ Seelow die Öffentlichkeit umgehend informieren.

Quelle: Landkreis Märkisch-Oderland