„Orestie“ feiert Frankfurter Premiere im Kleist Forum
Die Koproduktion des Theaters Vorpommern mit dem Kleist Forum kommt am Freitag, 9. Oktober 2026, im Rahmen der Kleist-Festtage auf die Hinterbühne in Frankfurt (Oder). Als Klytämnestra ist die international gefeierte Schauspielerin Judith Rosmair zu erleben.
Ein Mord verlangt nach Vergeltung, die Vergeltung nach dem nächsten Mord. Doch wann wird aus Rache Gerechtigkeit oder sogar Recht? Diese Frage steht im Zentrum der „Orestie“ von Aischylos. Das Stück erzählt von einer Familie in einer Spirale der Gewalt – ein antiker Stoff, der beklemmend gegenwärtig wirkt.
In der Neufassung von Robert Icke rekonstruiert der schwer traumatisierte Orest in einem Gerichtsprozess, wie es zur Ermordung seiner Schwester, seiner Mutter und ihres Geliebten kam. Am Anfang steht eine scheinbar intakte Familie, doch auf ihr lastet ein Fluch: Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie, um den Krieg zu gewinnen. Klytämnestra rächt ihr Kind und tötet ihren Mann. Angetrieben von Elektra erschlägt Orest daraufhin seine Mutter und deren Geliebten. Erst Pallas Athene durchbricht den Kreislauf der Gewalt.
Wo hat die Gewalt ihren Anfang genommen? Kann Recht die Logik der Rache überwinden – und wer fällt am Ende das Urteil? Das Kleist Forum kündigt die Inszenierung von Torsten Fischer als politisch brisantes und fesselndes Familiendrama an. Die deutsche Übersetzung stammt von Ulrike Syha.
Neben Judith Rosmair stehen Hannes Rittig, Jakob Schleert, Paula Dieckmann, Annika Gräslund, Gabriele Völsch, Markus Voigt, Jan Bernhardt und Christiane Schoon auf der Bühne. Das Bühnenbild gestaltete Herbert Schäfer, die Kostüme Vasilis Triantafillopoulos, die Dramaturgie verantwortet Nadja Hess.
Quelle: Kleist Forum Frankfurt (Oder)




