Zweimal „Te Deum“ im Kleist Forum
Zwei monumentale und doch völlig unterschiedliche Vertonungen des lateinischen Jubelgesangs „Te Deum“ erklingen am 24. Oktober 2026 im Frankfurter Theaterhaus Kleist Forum. Auf der Bühne stehen die Singakademie Frankfurt (Oder), die Philharmonie Gorzów und vier Solisten.
Die Komponisten Wojciech Kilar (1932–2013) und Anton Bruckner (1824–1896) gehören zu den bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten ihrer Zeit. Die Gegenüberstellung ihrer Werke zeigt, wie ein rund 1.600 Jahre alter Text in unterschiedlichen Epochen und Stilen lebendig wird – mal mit minimalistischer Ästhetik, mal mit großer emotionaler Klangwucht.
Kilar: meditativ und minimalistisch
Wojciech Kilars „Te Deum“ aus dem Jahr 2008 lebt von rhythmisch geprägter, minimalistischer Ausdruckskraft. Einfache, sich wiederholende Motive erzeugen eine meditative, spirituelle Atmosphäre, die an ein intensives Gebet erinnert. Das Werk entstand in Kilars später Schaffensphase, im Gedenken an seine verstorbene Frau und fünf Jahre vor seinem eigenen Tod.
Bruckner: triumphaler Jubel
Anton Bruckners „Te Deum“ in C-Dur (WAB 45) von 1881 gilt als eines der bedeutendsten und kraftvollsten Werke der geistlichen Chorliteratur und als Höhepunkt seines Schaffens. Es lebt von starker Dynamik und extremen Kontrasten zwischen flehenden, lyrischen Passagen und triumphalem Jubel. Dabei werden die Möglichkeiten von Chor und Orchester voll ausgeschöpft.
Die Mitwirkenden
Das Konzert ist eine Koproduktion der Philharmonie Gorzów, der Singakademie Frankfurt (Oder) und des Kleist Forums. Das Projekt „RE:SONANZ / RE:ZONANS Bruckner & Kilar 2x Te Deum“ wird aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Brandenburg – Polen, kofinanziert von der Europäischen Union, sowie aus dem Klein-Projekte-Fonds der Euroregion Pro Europa Viadrina gefördert.
Quelle: Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) · Foto: René Matschowiak




