Linda Teuteberg wird neue Aufarbeitungsbeauftragte
Der Landtag Brandenburg hat Linda Teuteberg am 15. Oktober 2026 zur neuen Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur gewählt. Die Brandenburgerin tritt das Amt am 1. Dezember 2026 an und folgt auf Dr. Maria Nooke.
Die scheidende Landesbeauftragte gratulierte ihrer Nachfolgerin: „Mit der Wahl von Linda Teuteberg findet ein wichtiger Generationswechsel statt.“ Als Volljuristin kenne Teuteberg die SED-Unrechtsbereinigungsgesetze ebenso wie die anstehenden Herausforderungen bei deren Umsetzung, befasse sich seit vielen Jahren mit Fragen des SED-Unrechts und genieße große Hochachtung bei den Opferverbänden, so Nooke.
Linda Teuteberg dankte Maria Nooke für ihre engagierte Arbeit, auf der sich sehr gut aufbauen lasse. „Die von Unrecht der SED-Diktatur Betroffenen verdienen eine starke Stimme und kompetente Beratung, für die weiterhin großer Bedarf besteht“, sagt sie. Die Aufarbeitung sei von großer Bedeutung für die Wertschätzung von Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Informationen zum Beratungsangebot gibt es unter aufarbeitung.brandenburg.de.
Quelle: Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Pressemitteilung vom 15. Oktober 2026
Förderprogramm LOKAL: Vier Kulturorte aus Brandenburg dabei
Die Kulturstiftung des Bundes fördert im Programm „LOKAL – Programm für Kultur und Engagement“ 21 weitere Kulturorte in Städten und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Vier davon liegen in Brandenburg: das Woltersdorfer Kabinett e. V. in Woltersdorf, der Verein LandKunstLeben e. V. (DoK15518) in Buchholz bei Fürstenwalde, das Haus Neudorf e. V. in Gerswalde und der Stadtsalon Safari e. V. in Wittenberge. Ausgewählt wurden sie auf Empfehlung einer unabhängigen Fachjury.
Die Einrichtungen erhalten jeweils bis zu 240.000 Euro über vier Jahre. Damit sollen sie gemeinsam mit Partnern außerhalb des Kulturbereichs Netzwerke aufbauen und künstlerisch-partizipative Projekte umsetzen, die den Zusammenhalt vor Ort stärken. Wegen der großen Nachfrage hatte die Stiftung die Mittel für die zweite Runde im Dezember 2025 auf rund 5 Millionen Euro verdoppelt. „Wo ein Theater mit einer Bäckerei oder ein soziokulturelles Zentrum mit den Landfrauen gemeinsam Projekte entwickeln, entstehen Vertrauen, neue Beziehungen und Allianzen, die langfristig tragen“, sagt Katarzyna Wielga-Skolimowska, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes.
Zusammen mit den 13 Orten der ersten Runde werden nun bundesweit 34 Projekte gefördert. Das Programm läuft von 2024 bis 2031 mit insgesamt 10 Millionen Euro und wird gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung umgesetzt. Alle Geförderten stellt die Stiftung unter kulturstiftung-des-bundes.de/lokal vor.
Quelle: Kulturstiftung des Bundes, Pressemitteilung vom 15. Oktober 2026
ver.di Literaturpreis 2026 geht an Paula Fürstenberg
Der ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg 2026 geht an die in Berlin lebende Autorin Paula Fürstenberg. Ausgezeichnet wird sie für ihren Roman „Weltalltage“, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und war in diesem Jahr für das Genre Prosa ausgeschrieben.
Der Roman erzählt von der langjährigen Freundschaft zwischen der Erzählerin und ihrem besten Freund Max. Sie leidet seit ihrer Kindheit an einer chronischen Erkrankung mit schweren Schwindelanfällen und ist auf seine Unterstützung angewiesen – bis Max selbst in eine psychische Krise gerät und sich die vertrauten Rollen grundlegend verändern. Fürstenberg verbindet die Lebensgeschichten ihrer Figuren mit Fragen nach sozialer Herkunft und den Nachwirkungen der deutschen Wiedervereinigung. Der Jury gehörten Sarah Schmitt, Ruth Wyneken und Benjamin Roscher, stellvertretender Leiter des ver.di-Landesbezirks Berlin-Brandenburg, an.
Quelle: ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung vom 15. Oktober 2026
Bester Nachwuchsbäcker Brandenburgs kommt aus Cottbus
Moritz C. F. Graf zu Lynar mit Innungsobermeisterin Diana LewandowskiFoto: Christian Taubert
Moritz C. F. Graf zu Lynar aus der Cottbuser BIO-Bäckerei Schmidt ist Brandenburgs bester Nachwuchsbäcker. Der 21-Jährige setzte sich beim Landeswettbewerb des Deutschen Handwerks durch, den der Bäcker- und Konditoren-Landesverband Berlin-Brandenburg am 8. Oktober 2026 ausgerichtet hatte. Mit dem Landessieg hat er sich für die Deutsche Meisterschaft im Handwerk qualifiziert: Am 14. November 2026 vertritt er Brandenburg beim Bundeswettbewerb in der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim.
Nach der 11. Klasse hatte Moritz das Gymnasium verlassen, um ins Handwerk zu wechseln. „Ich wollte einen Beruf ergreifen, bei dem man am Ende des Tages etwas geschaffen hat, was man anfassen kann“, sagt er. Nach Praktika unter anderem im Bäcker- und Tischlerhandwerk bestärkte ihn eine Einstiegsqualifizierung bei der BIO-Bäckerei Schmidt in seinem Berufswunsch. Seine Ausbildung bei Innungsobermeisterin Diana Lewandowski schloss er mit hervorragenden Leistungen ab. „Sein beruflicher Weg zeigt, dass praktische Begabung, Begeisterung und Durchhaltevermögen zu Spitzenleistungen führen können“, würdigt Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus, den jungen Bäcker.
Die German Craft Skills sind der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Jedes Jahr treten dabei mehr als 3.000 Nachwuchskräfte aus über 130 Handwerksberufen an. Der seit 1951 ausgetragene Wettbewerb gilt als größter Berufswettbewerb Europas.
Quelle: Handwerkskammer Cottbus, Pressemitteilung vom 15. Oktober 2026
IHKs unterstützen CO₂-Speicherung in Brandenburg
Die drei Industrie- und Handelskammern in Brandenburg begrüßen den Vorstoß der Landtagsfraktionen von SPD und CDU, die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid (CCS) auch in Brandenburg per Landesgesetz zu ermöglichen. Aus Sicht der Kammern lassen sich so Klimaschutz und der Erhalt industrieller Wertschöpfung verbinden. Wichtig seien verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, eine bedarfsgerechte CO₂-Infrastruktur und schnelle Genehmigungsverfahren.
Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS und CCU) können vor allem dort eine Rolle spielen, wo Emissionen technisch nicht oder nur schwer vermeidbar sind, etwa in der Zement- und Kalkindustrie oder bei der thermischen Abfallbehandlung. „Sie ersetzen weder erneuerbare Energien noch Elektrifizierung oder Wasserstoff, sondern ergänzen diese Technologien“, erklärt André Fritsche, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, für die Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs. Brandenburg könne dabei auf Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt zur CO₂-Speicherung in Ketzin aufbauen. „Wir sollten nicht erneut Jahre in Grundsatzdebatten verlieren“, so Fritsche.
Die Kammern appellieren an Landesregierung und Landtag, den Weg konsequent weiterzuverfolgen und gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Bevölkerung die Voraussetzungen für den Einsatz von CO₂-Technologien zu schaffen. Die Landesarbeitsgemeinschaft der drei IHKs vertritt rund 160.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.
Quelle: IHK Ostbrandenburg, Pressemitteilung vom 15. Oktober 2026
Smart Stores dürfen in Brandenburg rund um die Uhr öffnen
Brandenburg ergänzt sein Ladenöffnungsgesetz um Regeln für vollautomatisierte Verkaufsstellen. Sogenannte Smart Stores sind Läden ohne dauerhaft anwesendes Personal, in denen automatisiert und bargeldlos eingekauft wird. Bisher wurden sie wie gewöhnliche Geschäfte behandelt und durften nicht ganztägig zugänglich sein. Der Handelsverband Berlin-Brandenburg, der Städte- und Gemeindebund Brandenburg und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes begrüßen die Änderung.
„Smart Stores sind ein wichtiger Baustein für die Nahversorgung der Menschen – insbesondere in den dünn besiedelten Regionen Brandenburgs, in denen wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten häufig fehlen“, erklärt Björn Fromm, Präsident des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg. Jens Warnken, Präsident der IHK Cottbus, sagt für die Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs: „Die neuen Regeln geben startbereiten Unternehmen endlich Rechtssicherheit.“ Jens Graf, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, sieht in den Läden zudem eine Stärkung des stationären Handels gegenüber dem Onlinehandel.
Weiteren Handlungsbedarf beim Bürokratieabbau sehen Verbände und Kammern bei den verkaufsoffenen Sonntagen. Sie sprechen sich dafür aus, die Vorgabe zu überprüfen, wonach Sonntagsöffnungen an einen besonderen Anlass geknüpft sein müssen.
Quelle: IHK Ostbrandenburg, Pressemitteilung vom 14. Oktober 2026
Europäischer Tag der Restaurierung: FH Potsdam am Bode-Museum
Zum Europäischen Tag der Restaurierung präsentiert die Fachhochschule Potsdam am Sonntag, 18. Oktober 2026, von 10:00 bis 18:00 Uhr ihren Studiengang Konservierung und Restaurierung vor und im Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel. Mit dabei ist das FHP Mobil, das mobile Tiny House der Hochschule. Studierende der Fachrichtungen Holz, Stein und Wandmalerei zeigen unter anderem das Kleben von Furnieren, Retuschetechniken, Vergoldungen und historische Farbfassungen. Ein Mikroskop und Werkzeuge zur Oberflächenreinigung geben Einblicke in die restauratorische Praxis.
Vorgestellt werden auch aktuelle Forschungsprojekte – darunter die Untersuchung mittelalterlicher Wandmalereien am Giebel der Nikolaikirche in Frankfurt (Oder). Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt erforscht, wie Umweltbedingungen auf die historischen Malereien einwirken und wie sie langfristig erhalten werden können. Weitere Projekte befassen sich mit der Entgiftung biozidbelasteter Kunstwerke sowie mit umweltverträglichen Reinigungsmethoden für Stein. Das Angebot richtet sich besonders an junge Menschen in der Berufsorientierung, persönliche Studienberatung ist vor Ort möglich.
Ort: Museumsinsel Berlin, Am Kupfergraben, 10178 Berlin (Eingang über die Monbijoubrücke). Weitere Informationen gibt es unter fh-potsdam.de.
Quelle: Fachhochschule Potsdam, Pressemitteilung vom 14. Oktober 2026




