Start Hauptkategorie Nachrichten Auf der Suche nach der DICKSTEN Buche… 

Auf der Suche nach der DICKSTEN Buche… 

144
0

„Buchen sollst Du suchen“. Unter diesem Motto ruft die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Landesverband Brandenburg e.V. (SDW) und der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) zur 22. landesweiten Spitzenbaumaktion zum Internationalen Tag des Baumes am 25. April auf. Nach 30 Jahren ist die zweithäufigste Laubbaumart in Brandenburg in diesem Jahr erneut „Baum des Jahres“. In Zeiten klimatischer Veränderungen und extremer Wetterereignisse ist sie eine wichtige Baumart für die Wälder Brandenburgs. Allerdings sind landesweit 40 Prozent der Rotbuchen nach den trockenen Sommern der letzten Jahre stark geschädigt. 

Suche nach der DICKSTEN Buche Brandenburgs 

Das große öffentliche Interesse an den bisherigen Spitzenbaum-Aktionen nehmen wir wieder zum Anlass, Sie auch in diesem Jahr aufzurufen. Ob im Wald, im Park oder im Garten: Suchen Sie die dickste Rotbuche (Fagus sylvatica) Brandenburgs! Falls Sie einen Kandidaten für den Spitzenbaum 2022 gefunden haben, dann melden Sie diesen bis zum 30. Juni 2022 bei der Brandenburgischen Landesgeschäftsstelle der SDW (Kontaktdaten siehe unten). Bitte denken Sie daran, uns eine möglichst genaue Lagebeschreibung des Baumes, z.B. mittels GPS-Koordinaten, mitzuteilen. Über Fotos der Bäume freuen wir uns ebenfalls. 

Messung mit Maßband, Hundeleine oder Abschleppseil und der Zahl „Pi“ 

Die Messung des Baum-Umfangs soll in 1,30 Metern Höhe über dem Boden erfolgen. Am besten mit einem Maßband auf den Zentimeter genau, es gehen aber auch Hundeleinen, Abschleppseile oder eine Wäscheleine. Deren Länge um den Baum muss dann mit einem Zollstock gemessen werden. Dabei können die Rechenkünste aus der Schule aufgefrischt oder spielerisch an Kinder oder Enkel weitergegeben werden. Denn hier kommt die Zahl „Pi“ (π =3,1415) ins Spiel als Verhältnis zwischen Radius/Durchmesser und Umfang. 

Siegerehrung im Spätsommer 

Die gemeldeten Exemplare werden ab Juli 2022 durch Experten des Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) aufgesucht und die Messungen für das „amtliche“ Endergebnis kontrolliert. Die offizielle Präsentation des ermittelten Siegerbaumes und deren Entdecker wird dann im Spätsommer erfolgen. 

Wissenswertes 

Buchen kommen schlechter mit der Trockenheit zurecht als erwartet. Aufmerksame Waldbesucher haben schon längst das spärliche Laub und abgestorbene Kronenteile bei vielen Buchen in Brandenburg entdeckt. Betroffen sind dabei vor allem die älteren Exemplare, denn seit 2018 sind die tieferen Bodenwasserspeicher leer. Die tiefwurzelnden Bäume können nicht genügend Feinwurzeln nachbilden, um die Wasserversorgung weiter zu gewährleisten, weshalb sie auf trockenen Standorten voraussichtlich verschwinden und durch trockenheitstolerantere Baumarten verdrängt wird. Wie bei der Baumart Fichte haben die Buchen zunehmend mit Schädlingen wie dem Buchenspringrüssler und dem kleinen Buchenborkenkäfer zu kämpfen. Die jüngsten Erfahrungen lassen Forstleute zweifeln, dass die Buche die klimaplastische Baumart der Zukunft ist. Tatsache ist, dass eineinhalb Trockenjahre ausreichen, um die Vitalität des Baumes in einigen Teilen Deutschlands erheblich einzuschränken, egal, ob sie ungestört im Buchennationalpark Hainich oder im bewirtschafteten Wald wachsen. 

Weitere Informationen finden Sie unter: 

www.baum-des-jahres.de 
www.sdw-brandenburg.de 
www.forst.brandenburg.de 

Quelle:  Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Brandenburg e. V. 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

fünf × drei =