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Bauen so teuer wie nie

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Baugewerbe kämpft nach wie vor mit Preissteigerungen und Materialmangel

Die Baumaterial- und Erzeugerpreise haben inzwischen langjährige Höchststände erreicht. Damit ist Bauen so teuer wie nie zuvor. Die größten Anstiege gab es laut Zahlen des Statistischen Bundesamts für März 2022 unter anderem bei Nadelschnittholz – hier sind die Preise um knapp 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen haben sich um 55 Prozent und Bitumen um 45 Prozent verteuert. Gleichzeitig lagen die Energiepreise im Schnitt 84 und die Preise für Kraftstoffe knapp 57 Prozent höher als noch im März 2021.

„Die Ursachen für den extremen Anstieg der Baupreise liegen vor allem in den Knappheiten und Lieferschwierigkeiten. Dafür sind hauptsächlich die bereits seit vergangenem Jahr rasant wachsenden Rohstoff- und Energiepreise verantwortlich, die wiederum auf die weltweit große Nachfrage nach Baustoffen wie Holz, Stahl und Dämmstoffe zurückzuführen sind. Hinzu kommt der Ukraine-Krieg, mit dessen Auswirkungen das heimische Baugewerbe nun zu kämpfen hat“, erklärt Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau.

„Im Hinblick auf den Wohnraummangel und die immer strikteren Klimaschutz-Anforderungen müssen dennoch öffentliche Investitionen in den Wohnungsneubau, die energetische Gebäudesanierung und Infrastruktur sichergestellt werden. Dabei appellieren wir an die Auftraggeber, dass die aktuellen Preisschwankungen in den Kalkulationen berücksichtigt und die Verträge vor allem durch die Aufnahme von Stoffpreisgleitklauseln angepasst werden müssen. Auch sehen wir die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg in der Verantwortung, dass zusätzliche Kostentreiber wie Gebühren für die Nutzung von Straßenland gesenkt sowie komplizierte und langwierige Planungs-, Genehmigungs- und Vergabeverfahren abgeschafft werden“, fordert Manja Schreiner.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Sie betreut rund 900 Betriebe und ist damit der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Weitere Informationen unter www.fg-bau.de.

Quelle: Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V.

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