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Berlin-Brandenburg startet EU-Projekt für regionenübergreifende Wasserstoffinfrastruktur

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Im neuen EU-Projekt „H2CE – Empowering H2-ready Regions in Central Europe“ erarbeitet die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg gemeinsam mit acht Regionen aus Mitteleuropa Strategien und Maßnahmen zum Aufbau einer regional verankerten grünen Wasserstoffwirtschaft. Die Projektkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro werden über Mittel des Interreg B Programms der Europäischen Kommission mit einer Quote von 80 Prozent gefördert.

Guido Beermann, Minister für Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die Europäische Union hat sich vorgenommen, bis 2050 klimaneutral zu werden, Brandenburg sogar bis 2045. Um diese ambitionierten Ziel zu erreichen, brauchen wir unter anderem neue, klimaneutrale Energie- und Antriebsformen, zum Beispiel auf Basis von Wasserstoff. Bislang waren Konzepte zur Planung und Steuerung einer Wasserstoffinfrastruktur lokal oder regional beschränkt. Das wollen wir mit dem Projekt H2CE ändern. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir Grenzen überwinden, regionale Strategien bündeln und einen Transfer in andere europäische Regionen ermöglichen.“

Das Projekt „H2CE“ wurde unter der Projektleitung der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg zusammen mit 11 Projektpartnern aus Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Italien, Kroatien und der Slowakischen Republik entwickelt. Mit ihrem auf drei Jahre angelegten EU-Projekt „H2CE“ wollen sie Regionen in Mitteleuropa dabei unterstützen, die europäischen Anforderungen der Energiewende umzusetzen und eine groß angelegte Wasserstoff- und Energieinfrastruktur bis 2050 aufzubauen. Aktuell stehen lokale und regionale Akteure und Verwaltungen bei der Mittelbeschaffung und Konzeptentwicklung aufgrund von fehlendem Personal, Fachwissen und Verfahren hier vor großen Herausforderungen. „H2CE“ soll sie befähigen, künftig Prozesse besser zu steuern, zu koordinieren und Wasserstoffvorhaben in ihre bestehenden Instrumente der Raum- und Regionalentwicklung integrieren. Im Vordergrund stehen dabei die gemeinsame Entwicklung von Strategien und Maßnahmenplänen. Um weitere Regionen in Europa zu erreichen, werden die Projektergebnisse auf einer grenzübergreifenden Kooperationsplattform veröffentlicht.

Für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg erarbeitet die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg zusammen mit der REG Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg mbH und der Stadt- und Überlandwerke GmbH Lübben ein überregionales und grenzüberschreitendes Raumkonzept auf Grundlage regionaler Energiezellensysteme. Die Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel und die Landkreise Havelland, Elbe-Elster und Spree-Neiße unterstützen das Projekt.

Neue Generation von Interreg B Projekten in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

Die Kosten für das Projekt „H2CE“ belaufen sich auf 2,4 Millionen Euro. Davon werden 80 Prozent über die europäische territoriale Zusammenarbeit (Interreg B) aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Interreg B fördert die Kooperation der verschiedenen Partner in transnationalen Projekten, die gemeinsam Probleme angehen, transnationale Strategien, Netzwerke und/oder Plattformen entwickeln.

Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg vertritt die Länder Berlin und Brandenburg im Deutschen Ausschuss und beteiligt sich an Kooperationsprojekten. In der Förderperiode 2021-2027 liegen der Fokus und die Ziele der Interreg-Programme auf den Bereichen Innovation, Klima/Energie und Umwelt.

Aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg werden weitere EU-Projekte gefördert. Das Projekt „TransGeo“ unter Leitung des Geoforschungszentrums mit Sitz in Potsdam befasst sich mit der Nutzung der tiefen Geothermie in Mitteleuropa. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung aus Eberswalde forscht für drei Jahre in Zusammenarbeit mit der Stadt Angermünde und weiterer Partner aus Brandenburg im Projekt „Healthy Forest Regions“ zum Ökosystem „Wald“ unter dem Blickwinkel des menschlichen Wohlbefindens. Weitere EU-Projekte mit Brandenburger und Berliner Beteiligung beschäftigen sich mit der Logistik in urbanen Systemen, der Governance in Metropolregionen sowie der Einbeziehung der Zivilgesellschaft.

Quelle:  MIL des Landes Brandenburg 

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