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Der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt im Juni 2023

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Arbeitslosigkeit unverändert bei 5,9 Prozent / Endspurt am Ausbildungsmarkt – noch über 1.200 freie Plätze

Im Juni waren in der Stadt Frankfurt (Oder), im Landkreis Märkisch-Oderland und Landkreis Oder-Spree insgesamt 13.226 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 61 weniger als im Mai und 664 mehr als im Juni 2022. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,9 Prozent. Im Mai hatte sie ebenfalls bei 5,9 Prozent gelegen und im Juni vorigen Jahres bei 5,6 Prozent.

Neben den Betrieben, die aktuell noch kurzarbeiten, haben im Juni 9 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Im Mai waren 11 Betriebe neu hinzugekommen.

Da Unternehmen bis zu drei Monate Zeit haben, um Kurzarbeit mit der Arbeitsagentur abzurechnen, liegen die endgültigen Zahlen, wie viele Betriebe in einem Monat tatsächlich kurzgearbeitet haben, verzögert vor. Nach den Hochrechnungen haben im Monat Februar 75 Ostbrandenburger Betriebe und 329 Beschäftigte kurzgearbeitet.

Torsten Hesse, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): In weniger als zwei Monaten beginnt regulär das neue Ausbildungsjahr. Bei uns sind noch gut 900 Ausbildungssuchende registriert, dem stehen über 1.200 offene Ausbildungsstellen gegenüber. Insgesamt können wir in diesem Jahr gut 250 Ausbildungsplätze mehr anbieten. Wir vermitteln hierauf direkt die uns bekannten Ausbildungssuchenden und haben sie auch über unsere Jobsuche-Datenbank im Internet veröffentlicht. Wer noch nicht genau weiß, in welche Richtung es gehen soll, sich einfach nur absichern möchte oder bei der Vermittlung unterstützt werden möchte, kann jederzeit einen Termin mit unseren Berufsberaterinnen und Berufsberatern vereinbaren – ganz unkompliziert online über den Internetauftritt unserer Arbeitsagentur.“

Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland, bewertet die aktuelle Situation im Bereich der Grundsicherung für den Landkreis: „Es freut mich persönlich sehr, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen in unserem Landkreis schon längere Zeit unter dem Vorjahreswert liegt, u. a. hat sich hier die Umsetzung des Teilhabechancengesetzes seit Anfang 2019 positiv ausgewirkt. Mithilfe dieser umfangreichen Förderung – der Zuschuss beträgt im ersten Jahr des Arbeitsverhältnisses 75 Prozent und im zweiten Jahr 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts – haben bereits mehr als 130 Langzeitarbeitslose, die schon seit vielen Jahren auf Leistungen des Jobcenters angewiesen waren, eine Anstellung bei regionalen Arbeitgebern gefunden. Damit es dabei bleibt, steht diesen Menschen ein Coach zur Seite, der mit ihnen nicht nur Kompetenzen weiterentwickelt, die im Job wichtig sind, sondern sie auch bei anderen Problemen oder Krisen unterstützt. Darüber hinaus können sie im gesamten Förderzeitraum an Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen nach den allgemeinen Regelungen teilnehmen. Aktuell können noch kurzfristig weitere Stellen über das Förderprogramm geschaffen werden. Die persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter helfen gerne mit Details zur Antragstellung und Kontakten weiter.“

Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt (Oder): Wir nutzen im Jobcenter die uns zur Verfügung stehenden Mittel, um den Bürgern, die Ihnen zustehenden Leistungen schnell und möglichst unbürokratisch zu bewilligen und auszuzahlen. Dabei hilft uns die Digitalisierung selbstverständlich enorm. Ich mache allen Frankfurter Bürgern, die von Arbeitslosigkeit und finanzieller Bedürftigkeit betroffen sind, Mut, diesen Weg mit uns zu gehen. Umso mehr Zeit und Energie können beide Seiten letztlich der Arbeitssuche oder/und der Qualifizierung widmen. Glücklicherweise haben wir in der Stadt ein gutes Angebot an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung und freuen uns, dass wir uns auf die lokalen Träger immer verlassen können.“

Der Arbeitsmarkt im Detail

Im Juni haben sich 2.218 Menschen neu bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Das sind 148 mehr als im Mai. Demgegenüber haben 2.277 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendet. Das sind 131 weniger als im Mai.

5.550 Menschen waren langzeitarbeitslos – 208 Personen mehr als im Mai und 157 mehr als vor genau einem Jahr. 1.177 Menschen unter 25 Jahre waren im Juni arbeitslos gemeldet – 5 weniger als im Vormonat und 78 mehr als vor einem Jahr. Die Jugend-Arbeitslosenquote lag bei 6,8 Prozent – genau wie im Monat Mai. Im Juni 2022 hatte sie 6,6 Prozent betragen. 20,2 Prozent der Arbeitslosen waren Ausländer. Aktuell sind 2.674 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet. Das sind 2 Personen mehr als im Vormonat und 577 mehr als vor einem Jahr.

Im Juni zeigten die regionalen Unternehmen 522 offene Stellen neu an. Das sind 27 mehr als im Mai und 283 weniger als vor einem Jahr. Als vakant gemeldet waren insgesamt 1.976 Stellen – 50 weniger als im Vormonat.

Bei den Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)* waren im Juni insgesamt 9.017 Arbeitslose gemeldet – 12 weniger als im Mai und 477 mehr als im Juni 2022.
(*Neben dem kommunal geführten Jobcenter im Landkreis Oder-Spree sind dies die gemeinsamen Einrichtungen aus Arbeitsagentur und Kommune in Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Märkisch-Oderland.)

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt

1.896 Jugendliche haben sich seit Beginn des Berufsberatungsjahres 2023/2024 im Oktober bei der Agentur für Arbeit als Lehrstellenbewerber gemeldet. Das sind 50 weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. 963 Jugendliche sind noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Demgegenüber haben die regionalen Betriebe seit Oktober 2.131 Berufsausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 252 mehr als vor genau einem Jahr. Aktuell sind noch 1.230 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Quelle: Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) 

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