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Der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt im März

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Frühjahrsaufschwung bringt weniger Arbeitslose /Arbeitslosenquote sinkt auf 5,7 Prozent

In der Stadt Frankfurt (Oder), im Landkreis Märkisch-Oderland und im Landkreis Oder-Spree waren im März insgesamt 12.973 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 569 weniger als im Februar und 2.054 weniger als im März vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,7 Prozent, im Februar lag sie bei 6 Prozent. Im März vorigen Jahres hatte sie bei 6,6 Prozent gelegen.

Im März haben 62 Betriebe Kurzarbeit neu angezeigt. Im Februar waren es 97 Betriebe. Da Unternehmen bis zu drei Monate Zeit haben, um Kurzarbeit abzurechnen, liegen die Gesamtzahlen aller kurzarbeitenden Betriebe und der betroffenen Arbeitnehmer verzögert vor. Nach Hochrechnungen haben im November 2021 519 Ostbrandenburger Betriebe und 1.735 Beschäftigte kurzgearbeitet.

Torsten Hesse, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Der Arbeitsmarkt startete im März in die saisonal übliche Frühjahrsbelebung. Die Arbeitslosigkeit ging zurück und liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Jedoch geht die Anzahl von zu besetzenden Stellen im Vergleich zum Vorjahr zurück und wird betragsmäßig für den gesamten Agenturbezirk nur durch Tesla-Stellen überkompensiert. Möglicherweise widerspiegeln die Rückgänge bei den neu gemeldeten Stellen die wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge des Krieges in der Ukraine. Ob sich hier ein Trend entwickelt bleibt abzuwarten.

Durchweg robust zeigt sich dagegen die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Es sind mehr Ausbildungsstellen als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres gemeldet worden und im Moment sind auch noch mehr Ausbildungsplätze frei. Alle Ausbildungsinteressierten können sich für die Ausbildungsvermittlung auf unserer Homepage einen Termin in der Berufsberatung buchen.

Nachdem der überwiegende Teil der Corona-Schutzmaßnahmen zurückgefahren wird, rücken die Bekämpfung von Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit wieder stärker in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Die Arbeitsagentur hat ausreichend Fördermittel, um massiv in die Weiterbildung von Arbeitslosen und, unter bestimmten Voraussetzungen, von Beschäftigten investieren zu können. Auch für diese Beratung kann jetzt online ein Termin vereinbart werden.

Auch Ratsuchende Menschen aus der Ukraine, können auf unserer regionalen Homepage online einen Termin vereinbaren.“

Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland: „Im Rückblick auf die letzten beiden Jahre hat sich der Fachkräftemangel insbesondere in der Baubranche, in der Pflege und im Hotel- und Gaststättengewerbe weiter verstärkt. Dies ist nicht nur auf den demografischen Wandel, sondern auch auf die Auswirkungen der Pandemie zurückzuführen. Die Kundinnen und Kunden unseres Jobcenters haben damit weiterhin beste Chancen auf einen Arbeitsplatz in unserer Region und bei Bedarf unterstützen wir mit Qualifizierungsangeboten. Deutlich wird dabei aber auch, dass unsere Arbeitgeber in die persönliche Weiterentwicklung ihrer Beschäftigten zukünftig mehr investieren müssen, um sie zu halten und ihnen beruflichen Perspektiven zu bieten.“

Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt (Oder): „Der Bedarf an Fachkräften ist in aller Munde und beschäftigt uns entsprechend stark. Wir setzen deshalb auf verstärkte Beratungen und Angebotsunterbreitung. Dabei fokussieren wir unsere Aktivitäten auf Kundinnen und Kunden mit dem Ziel einer beruflichen Qualifizierung oder dem Wunsch nach einem Berufsabschluss. Aktuell betreuen wir 1.549 Menschen, die zurzeit arbeitslos sind und entsprechend eine neue Perspektive suchen, um langfristig am Arbeitsmarkt zu bestehen. Themen wie Arbeitswelt 4.0, Digitalisierung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind uns dabei nicht fremd. Mit unseren Netzwerkpartnern suchen wir nach Lösungen. Investieren Sie jetzt in die Zukunft und vereinbaren einen Termin unter 0335-570 1234 oder 0335-570 2300 oder nutzen unsere Online-Terminvereinbarung.“

Details zur Entwicklung am Arbeitsmarkt im März

In der Altersgruppe der Menschen ab 50 Jahren nahm die Arbeitslosigkeit ab. Hier waren 5.267 Personen im März arbeitslos gemeldet – 301 weniger als im Februar und 697 weniger als im März des Vorjahres.

Zudem waren 5.764 Menschen langzeitarbeitslos – 94 weniger als im Februar und 613 weniger als vor einem Jahr.

Bei den jungen Menschen unter 25 Jahre waren im März 1.086 Personen arbeitslos gemeldet – 38 weniger als im Vormonat und 262 weniger als vor einem Jahr. Die Jugend-Arbeitslosenquote lag im März bei 6,8 Prozent – gegenüber 7,1 Prozent im Vormonat. Im März 2021 lag sie bei 8,9 Prozent.

Aktuell sind 1.707 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet. Das sind 61 Personen weniger als im Vormonat und 241 weniger als vor einem Jahr.

Im März zeigten die regionalen Unternehmen 854 offene Stellen neu an. Das sind 86 weniger als im Februar und 122 mehr als vor einem Jahr.

Als vakant gemeldet waren insgesamt 3.604 Stellen – 219 mehr als im Vormonat und 905 mehr als im März des Vorjahres.

Bei den Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)* waren im März insgesamt 8.507 Arbeitslose gemeldet – 206 weniger als im Februar und 673 weniger als im März 2021.

(*Neben dem kommunal geführten Jobcenter im Landkreis Oder-Spree sind dies die gemeinsamen Einrichtungen aus Arbeitsagentur und Kommune in Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Märkisch-Oderland.)

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres 2021/2022 im Oktober haben die regionalen Betriebe insgesamt 1.628 Berufsausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 32 mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres.

Demgegenüber haben sich bislang 1.598 Jugendliche bei der Agentur für Arbeit als Lehrstellenbewerber registriert. Das sind 26 weniger als vor zwölf Monaten.

Quelle: Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)

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