Start Hauptkategorie Nachrichten Der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt im November

Der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt im November

183
0

Arbeitslosigkeit leicht gesunken / Quote bei 5,5 Prozent/Ostbrandenburger Arbeitsmarkt weiter robust

Im November waren in der Stadt Frankfurt (Oder), im Landkreis Märkisch-Oderland und im Landkreis Oder-Spree insgesamt 12.470 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 251 weniger als im Oktober und 1.628 weniger als im letzten November. Die Arbeitslosenquote sank weiter auf jetzt 5,5 Prozent. Im Oktober hatte sie bei 5,6 Prozent gelegen, im November vorigen Jahres bei 6,2 Prozent.

Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe war weiterhin rückläufig. Da Unternehmen bis zu drei Monate Zeit haben, um Kurzarbeit abzurechnen, liegen die Zahlen für kurzarbeitende Betriebe und die betroffenen Arbeitnehmer verzögert vor. Nach den Hochrechnungen haben im Juli 737 Ostbrandenburger Betriebe und 2.587 Beschäftigte kurzgearbeitet, im Juni waren es noch 1.093 Betriebe und 4.358 Beschäftigte.

Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt hat sich im November weiter positiv entwickelt. Die Arbeitslosigkeit in Ostbrandenburg ist im November auf ihren historischen Tiefststand gefallen. Was angesichts der Einschränkungen durch die Pandemie merkwürdig erscheint, erklärt sich auf den zweiten Blick. Zum einen bewegt sich die regionale Wirtschaft in einem ungebrochenen strukturellen Aufwärtstrend. Zum anderen nimmt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter immer rasanter ab. Auch wenn uns der Blick auf die steigenden Inzidenzen für die nächsten Wochen sorgt, müssen wir uns trotzdem gleichzeitig um die mittel- und langfristige Zukunft kümmern. So werden wir in der „Woche der Menschen mit Behinderung“ vom 29. November – 3. Dezember durch vielfältige Aktionen und breite Information bewusster machen, dass Menschen mit Behinderung einen wertvollen Beitrag für die ansteigende Arbeitskräfteknappheit leisten können. Wir unterstützen die Menschen wie die Arbeitgeber sehr umfassend, etwa bei der Einrichtung behindertengerechter Arbeitsplätze. Unsere Spezialistinnen im Arbeitgeber-Service helfen gern weiter.”

Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland: „Im Jobcenter Märkisch-Oderland werden aktuell 196 arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung betreut, 20 mehr als vor einem Jahr. Menschen mit Schwerbehinderung bedürfen häufig einer besonderen Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Um sie auch künftig zielgerichtet bei der Aufnahme einer Arbeit zu unterstützen, fördern wir jeden individuell. Das kann die passende Qualifizierung sein, ein technisches Hilfsmittel, das für einen barrierefreien Arbeitsplatz benötigt wird, oder ein anfänglicher Entgeltzuschuss für den Arbeitgeber. Arbeitgebern, die Menschen mit Handicap eine Chance geben wollen, melden sich bitte bei unserem Arbeitgeber-Service unter 0800 4 5555 20.“

Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt (Oder): „Da der persönliche Kontakt gerade wieder eingeschränkter ist, nutzen wir aktuell vorrangig Telefon und Online-Angebote, um mit unseren Kundinnen und Kunden im Austausch zu bleiben. In vielen Branchen gibt es durchaus gute Jobchancen, zumal Arbeitgeber zunehmend auch Quereinsteigern eine Perspektive geben. Auch Inklusion spielt eine wichtige Rolle um Personalmangel entgegen zu wirken. Wer eine Behinderung hat, ist zwar in bestimmter Hinsicht eingeschränkt, hat aber andererseits auch ein großes Potenzial und ist zumeist auch sehr loyal und motiviert. Wir beraten und fördern Unternehmen, etwa bei der technischen Ausrüstung des Arbeitsplatzes“

Der Arbeitsmarkt im Detail

Im November haben sich 2.322 Menschen neu bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Das sind 41 weniger als im Oktober und 50 weniger als im November des Vorjahres.

Demgegenüber haben 2.580 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendet –16 weniger als im Oktober und 61 mehr als vor genau einem Jahr.

5.868 Menschen waren langzeitarbeitslos – 87 weniger als im Oktober und 98 mehr als vor genau einem Jahr.

Die Zahl der jungen arbeitslosen Menschen ging leicht zurück. 1.081 Menschen unter 25 Jahre waren im November arbeitslos gemeldet – 27 weniger als im Vormonat und 202 weniger als vor einem Jahr. Die Jugend-Arbeitslosenquote lag im November bei 6,8 Prozent, gegenüber 7,0 Prozent im Oktober. Im November 2020 hatte sie 8,4 Prozent betragen.

13,5 Prozent der Arbeitslosen waren Ausländer. Aktuell sind 1.684 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet. Das sind 107 Personen weniger als im Vormonat und 166 weniger als vor einem Jahr.

Im November zeigten die regionalen Unternehmen 784 offene Stellen neu an. Das sind 21 mehr als im Oktober und 128 mehr als vor einem Jahr.

Als vakant gemeldet waren insgesamt 3.259 Stellen – 45 mehr als im Vormonat.

Bei den Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)* waren im November insgesamt 8.354 Arbeitslose gemeldet – 231 weniger als im Oktober und 232 weniger als im November 2020.

(*Neben dem kommunal geführten Jobcenter im Landkreis Oder-Spree sind dies die gemeinsamen Einrichtungen aus Arbeitsagentur und Kommune in Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Märkisch-Oderland.)

Quelle: Agentur für Arbeit Frankfurt(Oder) Foto: pixabay

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

siebzehn + zwölf =