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Der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt im September

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Rückgang der Arbeitslosenzahlen zum Vormonat / Arbeitslosenquote in Ostbrandenburg bei 5,9 Prozent

Im September waren in der Stadt Frankfurt (Oder), im Landkreis Märkisch-Oderland und im Landkreis Oder-Spree insgesamt 13.102 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 421 weniger als im August und 151 mehr als im September 2021. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,9 Prozent. Im August hatte sie bei 6,1 Prozent gelegen, im September vorigen Jahres bei 5,7 Prozent.

Neben den Betrieben, die aktuell noch kurzarbeiten, haben im September weitere 17 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Im August waren 24 Betriebe neu hinzugekommen.

Da Unternehmen bis zu drei Monate Zeit haben, um Kurzarbeit mit der Arbeitsagentur abzurechnen, liegen die endgültigen Zahlen, wie viele Betriebe in einem Monat tatsächlich kurzgearbeitet haben, verzögert vor.

Torsten Hesse, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Der Arbeitsmarkt in Ostbrandenburg zeigt sich im September weiter robust und entwickelt sich saisontypisch. So ging die Zahl arbeitslos gemeldeter Menschen im Vergleich zum August um 421 zurück. Der leichte Anstieg der Arbeitslosenquote im Vergleich mit dem Vorjahresmonat ist ausschließlich der Erfassung ukrainischer Geflüchteter der letzten Wochen und Monate zuzuschreiben. Sehr erfreulich ist, dass Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit weiter zurückgehen, wogegen Abmeldungen in Arbeit zugenommen haben. Unsere Arbeitgeber in der Region zeigen dabei eine anhaltend hohe Einstellungsbereitschaft, gut 3.700 offene Stellen warten derzeit auf neue Beschäftigte. Gleichwohl sehe ich auch die hohen Kostenrisiken für Betriebe, die sich aus den Preissteigerungen bei Energieträgern und vielen anderen Produkten ergeben. Nicht nur deshalb sind die erleichterten Zugangsbedingungen zum Kurzarbeitergeld weiter – jetzt bis zum 31.12.2022 – verlängert worden.“

Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland: „Nahezu jeder zweite Arbeitslose, den wir im Jobcenter Märkisch-Oderland betreuen, hat keinen Berufsabschluss. Nicht jeder bringt die individuellen Voraussetzungen mit, um eine Ausbildung nachzuholen, aber in diesen Fällen gibt es auch Alternativen, um berufliche Kenntnisse zu erwerben. So ist uns in der Vergangenheit gelungen, durch gezielte Kurzqualifikationen für unsere Kundinnen und Kunden, den Weg zur Arbeitsaufnahme bei Tesla zu ermöglichen. Diese Möglichkeit gibt es auch zukünftig. Wir ermutigen und unterstützen daher jeden, der sich qualifizieren möchte, den passenden Weg für sich zu finden: Sei es durch eine betriebliche Einzelumschulung – das ist eine Ausbildung für Erwachsene – oder durch Lehrgänge und Teilqualifikationen. Uns stehen in diesem Jahr dafür noch ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.“

Kathleen Nepp, stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters Frankfurt (Oder): „Menschen, die aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit hohen Kosten belastet sind, können einen Leistungsanspruch beim Jobcenter haben. Gemeinsam mit dem Amt für Jugend und Soziales starten wir am 4. Oktober unser kostenloses Beratungsangebot. Das Angebot richtet sich vor allem an Personen, die aufgrund der steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten erstmalig auf Hilfe angewiesen sind. Wir wollen Ängste nehmen und schnell und unbürokratisch helfen.

Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat in der Zeit von 10 bis 14 Uhr bieten wir unser Beratungsangebot im Mehrgenerationenhaus Mikado an. Beginnend mit dem 11. Oktober gibt es jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat in der Zeit von 16 bis 18 Uhr diese Beratung auch in der Oderturmpassage gegenüber dem Impfzentrum. Während der Beratung können wir individuell vorprüfen ob ein Hilfebedarf besteht und in welcher Zuständigkeit – Sozialamt oder Jobcenter – ein Antrag zu stellen ist. Interessierte können sich unter 0335 570 2230 auch direkt an das Jobcenter wenden “

Der Arbeitsmarkt im Detail

Im September haben sich 2.513 Menschen neu bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet – eine Person mehr als im August und 76 mehr als im September des Vorjahres.

Demgegenüber haben 2.916 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendet – 534 mehr als im August und 180 mehr als vor genau einem Jahr.

5.375 Menschen waren langzeitarbeitslos – 4 weniger als im August und 729 weniger als vor genau einem Jahr.

Die Zahl der jungen arbeitslosen Menschen ging zurück. 1.214 Menschen unter 25 Jahre waren im September arbeitslos gemeldet – 110 weniger als im Vormonat und 46 mehr als vor einem Jahr. Die Jugend-Arbeitslosenquote lag im September bei 7,3 Prozent, gegenüber 8 Prozent im August. Im September 2021 hatte sie 7,3 Prozent betragen.

19,9 Prozent der Arbeitslosen waren Ausländer. Aktuell sind 2.605 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet. Das sind 88 Personen weniger als im Vormonat und 802 mehr als vor einem Jahr.

Im September zeigten die regionalen Unternehmen 757 offene Stellen neu an. Das sind 18 weniger als im August und 152 weniger als vor einem Jahr.

Als vakant gemeldet waren insgesamt 3.709 Stellen – 106 weniger als im Vormonat.

Bei den Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)* waren im September insgesamt 9.043 Arbeitslose gemeldet – 35 weniger als im August und 340 mehr als im September 2021.

(*Neben dem kommunal geführten Jobcenter im Landkreis Oder-Spree sind dies die gemeinsamen Einrichtungen aus Arbeitsagentur und Kommune in Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Märkisch-Oderland.)

Eine Bilanz zum Ausbildungsmarkt 2021/2022 wird am 2. November veröffentlicht.

Quelle: Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)

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