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Eröffnung Jahresausstellung museum oder-spree

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Woher stammen Fleisch, Fisch und Gemüse, die in Oder-Spree vertrieben werden? Welchen Sinn machen Blühstreifen? Und wie viel Verpackung brauchen unsere Lebensmittel? Unter dem Titel »essen und trinken« macht die zweite Jahresausstellung im museum oder-spree unser erstes Grundbedürfnis zum Thema: Menschliche Existenz hängt davon ab, wie wir Nahrung erzeugen, verteilen und verwerten. Die Region zwischen Oder und Spree ist seit jeher Agrarland, obgleich in den Dörfern kaum noch Bäuerinnen und Bauern zu Hause sind. Wo es sie noch gibt, sehen sie sich vor allem als regionale Anbieterinnen und Anbieter in der Verantwortung für Boden und Wasser, Fauna und Flora, Gesundheit bei Mensch und Tier. Wissen wird dafür wiederbelebt: So macht Arne Ihm mit alten Sorten aus dem Ort Steinhöfel ein Obstparadies. Zu manchen Kundinnen und Kunden wiederum muss man sich auf den Weg machen – wie Claudia Sakic und Kathrin Schulze mit ihrem Pretschener Bäckerwagen. Und dann ist da die Afrikanische Schweinepest, die Amtstierärztin Petra Senger zu rigorosen Maßnahmen zum Schutz der Zuchtbestände zwingt – denn noch sind wir ein Land der Fleischesser. 

Die neue Jahresausstellung im museum oder-spree zeigt die von Andreas Batke aufgenommenen Porträts dieser »Expert:innen des Alltags« ebenso wie Auszüge aus den Geschichten, die sie zu erzählen haben. Historische Objekte wie eine Schlachtemolle aus dem 19. Jahrhundert, ein Weinballon, Konsum-Körbe aus den 1980er-Jahren und ein Tafelaufsatz vor 1900 treten daneben in den Dialog mit zeitgenössischen Ausstellungsstücken wie einer Gartenschere, einem Reserverad, einem Kundenstopper, einem Falafel-Portionierer und sogar einem Weinstock. Das passende Wandbild zum Thema, ein Triptychon mit dem Titel »Das Auge isst mit«  – hat in diesem Jahr die Cottbuser Künstlerin Mona Höke beigesteuert. 

Falafel-Portionierer und Streichlöffel, Schenker: Mahmoud Sharfo, Beeskow

Ihre Premiere erlebt eine neue Glasvitrine in der Museumswerkstatt: Zweimal im Jahr werden sich dort Museen, Initiativen und Vereine der Region für einige Monate präsentieren können. Den Anfang macht der Verein ChemieFreunde Erkner e. V. 

Am Sonnabend, 2. April 2022, um 17 Uhr wird die neue Jahresausstellung eröffnet. Bereits ab 15 Uhr sind Kinder in die Museumswerkstatt unterm Dach eingeladen,  wo unter professioneller Anleitung Servietten gefaltet werden können. 

Am 2. und 3. April 2022 kann das museum oder-spree von 10 bis 18 Uhr kostenfrei besichtigt werden. Am 3. April 2022 wird zudem um 11 Uhr die erste Führung durch die neue Ausstellung angeboten. 

Der Eintritt ins Museum und zur Eröffnungsveranstaltung ist nach jetzigem Stand nur für Geimpfte, Genesene und negativ auf das Coronavirus getestete Personen nach Vorlage eines entsprechenden Nachweises möglich. Auf dem gesamten Burggelände besteht in den Innenräumen zudem die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Gern informieren wir Sie telefonisch unter 03366 36-2712 über die aktuellen Zugangsvoraussetzungen.

Die Ausstellung »essen und trinken« ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2022 »Lebenskunst«. Kulturland Brandenburg 2022 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung sowie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsband des Landes Brandenburg.

Oben: Konsum-Korb, Leihgabe: Museum Utopie und Alltag, Bestand Alltagskultur der DDR Fotos: Armin Herrmann/museum oder-spree

 

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