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In Bildern gesprochen: „Wertschöpfung gestalten“ 

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Quelle: Canva

Fünf Jahre hat das EIP-Projekt „Regionales Bio-Gemüse aus Brandenburg“ daran gearbeitet, den Anbau und das Angebot von Brandenburger Bio-Kartoffeln und Bio-Gemüse zu steigern. Seine Erfahrungen zum Aufbau von Wertschöpfungsketten hat das Projektteam in einem besonderen Format veröffentlicht: Ein 52-seitiger Sachcomic verbildlicht die Dynamik, die entstehen kann, wenn unterschiedlichste Akteurinnen und Akteure gemeinsam neue Wege einschlagen. 

„Was wir in fünf Jahren Projektzeitraum erlebt haben, ist so vielfältig, das lässt sich am besten in Bildern erzählen“, sagt Charis Braun von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE). Sie ist Teil des Leitungsteam des EIP-Projekts, besetzt von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) und der HNEE. Gemeinsam mit dem Illustrator Mathis Eckelmann hat sie den Sachcomic mit dem Titel „Wertschöpfung gestalten“ zum Abschluss des Projekts konzipiert und umgesetzt. Dieser skizziert in fünf Kapiteln am Beispiel der Bio-Kartoffel, was es braucht, regionale Erzeugung, Verarbeitung und den Handel so zu verknüpfen, dass daraus fruchtbare Kooperationen erwachsen. 

Die Erzeugung von Bio-Kartoffeln hat einen bestimmten Preis, die Kantine braucht geschälte Kartoffeln, und der Handel stellt Ansprüche an die Logistik – die Wertschöpfungskettenentwicklerin hält die Fäden zusammen (Comic, Seite 20). Mit seinen Zeichnungen schafft es Eckelmann, die vielschichtigen Zusammenhänge im Aufbauprozess von Wertschöpfungsketten darzustellen. „Ein Comic hat eine sachliche Ebene, er ermöglicht aber auch, das individuelle Erleben der beteiligten Personen sichtbarer zu machen“, so der Zeichner. „Zudem steht EIP für Innovation, deshalb haben wir auch unsere Projektergebnisse in einem innovativen Format aufbereitet“, so Gerald Köhler von der FÖL. 

Der Comic präsentiert die Erkenntnisse des Projekts als Geschichte mit „fiktiven Charakteren aber wahrem Kern“ (Nachwort). Auf 52 Seiten wird der Weg der Bio-Kartoffel vom Acker bis zum Teller aus Sicht einer Landwirtin, einer Verarbeiterin und eines Händlers erzählt. So wird deutlich, warum die Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten viel Kommunikation, Wissenstransfer und einer guten Prozessbegleitung bedarf. Denn der Aufbau einer Wertschöpfungskette, so heißt es am Ende der Geschichte, ist immer auch ein Aushandlungsprozess von Unternehmerinnen und Unternehmern mit verschiedenen Interessen und Ressourcen. 

Über das Projekt: 

Den Bedarf an Bio-Gemüse und Bio-Kartoffeln in der Hauptstadtregion zu einem größeren Teil aus Brandenburg zu decken, das war eines der Ziele des Projekts „Regionales Bio-Gemüse aus Brandenburg“. Dazu haben sich 2018 die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin- Brandenburg (FÖL) e.V. und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) mit über 20 Akteur:innen aus der Landwirtschaft und nachgelagerten Bereichen zusammengeschlossen. 

In fünf Jahren wurde gemeinsam Wissen aufgebaut, Vernetzungsmöglichkeiten in der Region geschaffen und Vermarktungswege weiterentwickelt. So ist durch intensive Prozessbegleitung unter anderem das Gemüse-Verarbeitungsunternehmen FBB Frisches Bio-Gemüse Brandenburg GmbH entstanden. Dort haben sich fünf Landwirtschaftsbetriebe, die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg sowie ein etabliertes Verarbeitungsunternehmen zusammengeschlossen und produzieren Convenience-Salate für Endverbraucher:innen und Großküchen. 

Quelle: Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.

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