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Innovationen aus Brandenburg für den Weltmarkt 

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Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer hat die ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH, die Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH sowie die TRESKY GmbH heute mit dem Brandenburger Innovationspreis im Cluster Metall ausgezeichnet. Die Unternehmen teilen sich das Preisgeld von 10.000 Euro. Bereits zum achten Mal richtete das brandenburgische Wirtschaftsministerium diesen Wettbewerb aus. Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury aus Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft des Clusters Metall ausgewählt. „Die Preisträger liefern den Beleg dafür, dass die Brandenburger Wirtschaft mit ihren Innovationen Impulse weit über die Landesgrenzen hinaus geben kann“, sagte Staatssekretär Fischer. Denn jede der ausgezeichneten Innovationen habe auch internationale Relevanz bewiesen.

Im Fokus standen diesmal vor allem Optimierungen in verschiedenen Produktions­verfahren. „Diese zeigen beispielhaft, wie Unternehmen durch Innovationen wettbewerbsfähig bleiben können“, sagte der Staatssekretär. Er wünsche sich, dass die Preisträger mit ihren Innovationen „ein Ansporn für unsere brandenburgische Wirtschaft insgesamt sind“.

Die Preisträger 2021

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH mit der Optimierung von Stahlwerksprozessen mit Methoden der künstlichen Intelligenz

Mit Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) und des Machine learning (ML) wurden die Produktionsprozesse im Stahlwerksbereich so optimiert, dass eine Verbesserung der Oberflächenqualität für Hochwertgüten für die Automobilindustrie um bis zu 50 Prozent erreicht wurde. Die wichtigste Innovation besteht darin, mit KI-Methoden die Oberflächenqualität nicht nur vorherzusagen, sondern die Bildung von Oberflächenfehlern im Prozess zu vermeiden.

Die gemeinsam mit dem auf den Stahlsektor fokussierten KI-Anbieter Smart Steel Technologies entwickelte Technologie wurde erfolgreich in den dauerhaften Produktivbetrieb übernommen. Beide Partner haben seitdem das System über mehrere Produktsortimente und Prozessstufen hinweg auf weitere Anwendungsfälle ausgerollt. Die Methoden erlauben es, Produktions- oder Logistikprozesse auch in anderen Branchen zu optimieren.

Link zum Film: https://youtu.be/ZMq6OilaRR4

Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH (Weisen (Prignitz)) mit ihrem Drucktransmitter für Wasserstoffanwendungen

Die Wasserstofftechnik gewinnt immer mehr an Bedeutung und Sensoren zur Prozesssteuerung in Brennstoffzellen oder im Bereich des Transportes bzw. der Lagerung spielen eine wichtige Rolle. Die Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH hat es nun geschafft, präzise Messtechnik für die Zukunftstechnologie Wasserstoff herzustellen.

Wasserstoff kann Material verspröden und deshalb sind insbesondere bei Stahl spezielle Legierungen notwendig. Bis vor kurzem waren diese speziellen Stahlsorten für Drucksensoren nicht verwendbar. Dieses Problem hat der Preisträger gelöst und fertigt seit 2020 auch für OEM-Kunden diese Drucktransmitter an. Die extrem robusten Transmitter eignen sich hervorragend für Messungen von Absolut- und Überdruck in nicht kristallisierenden Flüssigkeiten, Gasen und Dämpfen. Der weite Einsatzbereich umfasst die Hydraulik, Mobilhydraulik, Pneumatik, Kältetechnik, Medizintechnik, Gastechnik, Energie- und Verfahrenstechnik und Automation des Maschinenbaus, in denen Druckmesstechnik als Prozessgröße erfasst und ausgewertet wird.

Link zum Film: https://youtu.be/1erVe57t9v8

TRESKY GmbH (Hennigsdorf) mit Entwicklung eines „Die Bonders“ mit luftgelagertem Bondkopf zur hochgenauen Platzierung von Microchips der Halbleiterindustrie

Die Verarbeitung moderner Mikrochips/Halbleiterchips in der Elektronik hat heutzutage extreme Anforderungen an die Produktionstechnik. Für eine langlebige und zuverlässige Kontaktierung sind bestimmte Parameter zu beachten wie die mikrometergenaue Platzierung und die präzise Kraftkontrolle beim Verbinden/Bonden auf den Schaltungsträger. Die Tresky Automation hat hierfür einen neuen Produktionskopf entwickelt, der das exakte und wiederholgenaue Platzieren des Chips mittels einer Aufsetzkraft von nur 1 g durch einen luftgelagerten Bondkopf realisiert. Dieser garantiert beim Aufsetzen des Chips eine spiel- und reibungsfreie Bewegung in der Vertikalen.

Das Luftlager wird durch Vakuum bzw. Druckluft in einem Schwebezustand gehalten und über ein Proportionalventil, das von Vakuum bis Atmosphären-Druck arbeiten kann, gesteuert. Durch eine zusätzliche Entwicklung ist es der Tresky GmbH gelungen, sich ändernde Gewichte am Bondkopf (Chips) zu erkennen und somit den Schwebezustand beizubehalten, hierdurch entsteht eine Gewichtskompensation des Bauelements.

Link zum Film: https://youtu.be/egzVHma-52k

Die Unternehmen bekamen den Preis im Rahmen der Clusterkonferenz Metall in Wildau verliehen. Bei der Konferenz unter dem Leitthema „Menschen, Ideen, Impulse – So entstehen Innovationen in der Brandenburger Metallindustrie!“ dreht sich alles um Innovationen und Fachkräfte in der Metallbranche.

Mehr Informationen unter www.brandenburger-innovationspreis.de

Quelle: Brandenburger Innovationspreis c/o Publiplikator GmbH  Logo: Innovationspreis Brandenburg 2021

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