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Kleist-Festtage zwischen Realität und Fiktion

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Elena und Mathieu Carrière (c) Peter Müller

Unter dem Motto „Vom Suchen und Erfinden“ begeben sich die Kleist-Festtage Frankfurt (Oder) vom 10. bis 15. Oktober 2023 auf eine Entdeckungsreise an der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Dabei erfindet das Theater- und Literaturfestival Welten neu, fühlt der Wahrheit auf den Zahn, begegnet dem Monströsen, lernt Kleist als Journalisten kennen und eröffnet neue Perspektiven. In mehr als 20 Veranstaltungen im Kleist Forum und im Kleist-Museum suchen namhafte Künstler:innen und renommierte Expert:innen gemeinsam mit dem Publikum Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit: Was bewegt uns? Welche Nachrichten sind für uns relevant? Wem können wir im Dickicht allgegenwärtiger Medialisierungen trauen? Wie bilden wir Wirklichkeit ab?

Eröffnet werden die Kleist-Festtage am 10. Oktober im Kleist-Museum mit der Vernissage der neuen Sonderausstellung „Zwischen Tinte und Tatsache: Kleists ‚Berliner Abendblätter‘“. Diese führt durch die Geschichte einer der ersten Tageszeitungen im deutschsprachigen Raum und erzählt kuriose und interessante Geschichten rund um den Journalismus um 1810. Sie wird bis zum 25. Februar 2024 zu sehen sein und von einem reichhaltigen Programm begleitet. Am 11. Oktober folgen die nächsten Höhepunkte im Kleist Forum: die Verleihung des Kleist-Förderpreises für junge Dramatiker:innen an Elisabeth Pape sowie die Aufführung ihres Stückes „Extra Zero“, für das sie die Auszeichnung erhält. Das Werk setzt sich mit dem Thema Essstörungen auseinander, zeigt Routine und Alltag in einer psychiatrischen Klinik sowie den Kampf der Patient:innen mit ihrem Körper und den auf sie einprasselnden Idealvorstellungen. Die Inszenierung ist eine Koproduktion des Kleist Forums mit dem Staatstheater Augsburg.

Judith Rosmair in Being Nietzsche(c)Giovanni Dominice

Vielfältig geht es an den kommenden Tagen weiter: Das Festivalpublikum kann mithilfe von VR-Brillen in die Welt von Friedrich Nietzsche eintauchen, über Möglichkeiten und Grenzen der Kriminalberichterstattung diskutieren, mit Mathieu und Elena Carrière auf Monstersuche gehen, hinter die Kulissen des Frankfurter rbb-Studios blicken oder die Sonderausstellung mit der Kuratorin erkunden. 

Das Festivalwochenende hat es in sich: Umrahmt von einem Klavierkonzert im Kleist-Museum am Freitag und einem Chansonabend im Kleist Forum am Sonntag bietet es ein abwechslungsreiches Programm rund um den Namensgeber und dessen Werk. Der Samstag ist Kleists meistgespieltem Stück gewidmet: „Der zerbroch(e)ne Krug“. Beim Familiennachmittag im Kleist-Museum mit der Geschichtenerzählerin Suse Weisse sind Klein und Groß dazu eingeladen, die Geschichte kindgerecht kennenzulernen und weiterzuerzählen. Im Anschluss gibt das Museum einen exklusiven Einblick in die Sammlung und zeigt historische Bühnenmodelle aus Zeiten des geteilten und vereinten Deutschlands.

Jörg Schüttauf (c) Christian Hartmann

Am Abend bringt das Schauspiel Chemnitz das Werk mit Jörg Schüttauf in der Hauptrolle des Dorfrichters Adam auf die große Bühne des Kleist Forums. Am Sonntagvormittag lädt Schauspieler Daniel Heinz zum gemeinsamen Scheitern beim Lesen von Kleist-Texten ein, am Nachmittag setzen sich Thomas und Arthur Thieme in einer musikalischen Lesung mit dem Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ auseinander.

„Wir freuen uns auf sechs intensive Festivaltage, prall gefüllt mit Dichtung, Wahrem, Echten und Falschem, aber vor allem mit Leben. Und auch wenn wir in dieser Zeit die Welt nicht ändern werden, so können wir das schöne Gefühl teilen, mit unseren Ängsten und Hoffnungen nicht allein zu sein“, sagt Florian Vogel, der Künstlerische Leiter des Kleist Forums. Anke Pätsch, Direktorin des Kleist-Museums, sagt: „Frankfurts berühmtester Dichter, Heinrich von Kleist, war ständig auf der Suche und hat Geschichten erfunden, die überraschten, zensiert wurden und begeisterten. Bis heute inspirieren sie viele Menschen. Seien Sie also neugierig auf Kleist und ‚seine‘ Festtage. Das Abenteuer lohnt sich.“

Tickets und Festivalpass:

Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Den Festivalpass gibt es für 15,- Euro (ermäßigt 7,50 Euro) an den Kassen im Kleist Forum und im Kleist-Museum. Inhaber:innen bekommen bei fast jeder Veranstaltung der Kleist-Festtage 50 Prozent Ermäßigung.

Tickets gibt es an der Theaterkasse im Kleist Forum (ticket@muv-ffo.de oder 0335 4010-120 oder) und in der Deutsch-Polnischen Tourist-Information im Bolfrashaus (0335 610080-0) sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen in Frankfurt und Umgebung. Sie können auch bequem und gebührenfrei online unter www.kleistforum.de oder www.kleistfesttage.de bestellt werden.

Tickets für die Veran­staltungen im Kleist-Museum können nur an der Kasse im Kleist-Museum erworben bzw. per E-Mail (kasse@kleist-museum.de) oder telefonisch (0335 387221-30) vorbestellt werden.

Quelle: Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) 

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