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Kleist-Museum eröffnet Sonderausstellung „Kleist romantisch“ am 8. Oktober 2022 

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Kampagnenbild „Kleist romantisch“ – ©Laetitia Korte 

Das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) zeigt vom 8. Oktober 2022 bis zum 15. Januar 2023 die Sonderausstellung „Kleist romantisch“. Der in Frankfurt (Oder) geborene Heinrich von Kleist lebte und wirkte in der Epoche der Romantik, doch seine Werke lassen sich nicht eindeutig einer literarischen Strömung zuordnen. Besucher*innen sind dazu eingeladen, sich an verschiedenen interaktiven Stationen mithilfe von Texten, Bildern und Installationen selbst ein Bild zu machen, wie ‚romantisch‘ Kleists Schriften sind. „Heinrich von Kleist war Zeitgenosse von typischen Romantikern wie E.T.A. Hoffmann oder Joseph von Eichendorff. Obwohl seine Werke sich stark unterscheiden, zeigt die Ausstellung auch Parallelen auf, die Impulse geben und neue Betrachtungen der berühmten kleistischen Sprache erlauben“, so Dr. Barbara Gribnitz, die die Ausstellung in Zusammenarbeit mit Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) kuratierte. 

Kleist romantisch Das Käthchen von Heilbronn (c)Kleist-Museum

Ein Schwerpunkt von „Kleist romantisch“ liegt auf dem großen historischen Ritterschauspiel „Das Käthchen von Heilbronn“ (1810), das Kleist in einem Brief an seinen Verleger als romantisch bezeichnete. „Das ‚Käthchen‘ war im 19. Jahrhundert sehr populär, wurde oft gespielt und inspirierte viele Künstler*innen“, so Gribnitz. Die raumübergreifende Installation nimmt Besucher*innen mit auf eine Reise durch die Geschichte des Stücks über die Jahrhunderte. An einer anderen Station kann sich das Publikum dichterisch ausprobieren, Texte ändern und ihnen das Romantische geben oder nehmen. 


Kleist romantisch Romantik-Hotel-Installation (c)Kleist-Museum

Parallel zur Sonderausstellung verwandelt sich das Kleist-Museum in ein Romantik-Hotel, geplant und geleitet von den Studierenden der MLU und ihrer Dozentin Dr. Christiane Holm. Gäste können sich auf einen kleistischen Kurzurlaub für alle Sinne freuen, eine romantische Postkarte an ihre Liebsten senden und sich kleine Hotelutensilien mit nach Hause nehmen. Ein besonderes Highlight: die Klangcollage. Während der Laufzeit vertonen Besucher*innen ihre Assoziationen mit Kleist, die dann Teil der Ausstellung werden und die auditive Installation täglich wachsen lassen. 

Begleitet wird die Sonderausstellung von einem abwechslungsreichen Programm, das am 8. Oktober 2022 um 15 Uhr mit der feierlichen Vernissage sowie Führungen auf Deutsch und Englisch im Kleist- Museum beginnt. Zur Eröffnung erlebt der Museums-Garten außerdem eine jahreszeitlich besondere Blüte: Schüler*innen und Lehrkräfte von vier Frankfurter Schulen haben für eine Installation über 250 blaue Blumen, die seit Novalis ein Symbol der Romantik sind, aus Alltagsmaterialen gebastelt. 

Neben Spezialveranstaltungen, -führungen und Workshops werden am 4. November die Studierenden der MLU erneut nach Frankfurt (Oder) kommen und das Romantik-Hotel vorstellen. Am 13. November wird das Begleitbuch zur Sonderausstellung, das ab dem 8. Oktober im Museums- sowie Online- Shop erhältlich ist, im Detail präsentiert. Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Webseite des Kleist-Museums. 

Die Fakten

Was? Sonderausstellung „Kleist romantisch“ des Kleist-Museums mit Texten auf Deutsch und Englisch Wann? 8. Oktober 2022 (Vernissage, 15 Uhr) bis 15. Januar 2023 (Finissage, 15 Uhr)
Wo? Kleist-Museum, Faberstraße 6-7, 15230 Frankfurt (Oder) 

Kuration? Dr. Barbara Gribnitz in Zusammenarbeit mit Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Malte Apmann, Johannes Ennenbach, Anika Holtkamp, Jörg Holzmann, Ida Karste, Nils Kellner, Miriam Neuber, Anja Pönisch, Natalie Sauer und Johanna Wildenauer mit ihrer Dozentin Dr. Christiane Holm) 

Begleitbuch? „Kleists romantisches Stammbuch“, hg. vom Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) 2022, 24 Euro, ISBN: 978-3-938008-79-9 

Gestaltung? Studio Neue Museen, Halle
„Kleist romantisch“ wurde vom Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute – AsKI e. V. aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Sparkasse Oder-Spree gefördert. 

Quelle: Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

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