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Künstliche Intelligenz für brandenburgische Unternehmen

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Forschungsministerin Schüle und Wirtschaftsminister Steinbach stellen thematische Schwerpunkte der KI-Strategie für die Wirtschaft vor

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat heute an der Technischen Hochschule Wildau die ‘Strategie zum Einsatz der KI-Technologie in den brandenburgischen Unternehmen‘ vorgestellt. Forschungsministerin Manja Schüle begleitete die Präsentation mit einem Grußwort.

„Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt in den vergangenen 20 Jahren grundlegend verändert und wird es mit voranschreitender Durchdringung weiterhin tun. Der Einsatz von Daten wird zur weiteren Automatisierung von Geschäfts- und Entscheidungsprozessen beitragen. Bei der Einführung und Nutzung von datenbasierten Geschäftsprozessen ist die Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie. Mit der KI-Strategie für die Brandenburger Wirtschaft wollen wir den märkischen Unternehmen helfen, diese Technologie für sich nutzbar zu machen.“ Das erklärte Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach heute in Wildau bei der Vorstellung der KI-Strategie für die brandenburgische Wirtschaft.

Forschungsministerin Dr. Manja Schüle: „Künstliche Intelligenz ist keine abstrakte Technologie, die irgendwo entwickelt wird und die niemand wirklich braucht. Nein, sie verbessert das Leben von Menschen schon heute. Und immer dann, wenn es um innovative Zukunftsideen geht, ist selbstverständlich auch Brandenburg dabei. Insbesondere Wissenschaft und Forschung sind der Schlüssel für die Nutzbarmachung und Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz. Mit seiner KI-Strategie hat das Wirtschaftsministerium einen wichtigen ersten Baustein vorgelegt, den wir im Rahmen des ressortübergreifenden Prozesses zur Erarbeitung einer Landesstrategie Künstliche Intelligenz aufgreifen und zusammen mit den anderen Ressorts weiterentwickeln werden. Dazu werden wir im März eine interministerielle Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz unter der Federführung des Wissenschaftsministeriums starten. Denn: Wer Zukunft gestalten will, muss die Künstliche Intelligenz meistern. Und Zukunft wird in Brandenburg gemacht.“

Ziel der KI-Strategie des Wirtschaftsministeriums ist es, die Marktchancen für KI-Technologien und ihren Einsatz in brandenburgischen Unternehmen zu verbessern sowie Risiken bei der Einführung von KI-Anwendungen für Unternehmen zu minimieren. Besonders im Fokus stehen dabei die Medien- und Kreativwirtschaft, der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), die Gesundheitswirtschaft, die Bereiche Verkehr, Mobilität und Logistik sowie die Umwelt- und Energiebranche.

Die Strategie bündelt Pilotmaßnahmen und Aktivitäten des Wirtschaftsministeriums und ist Teil eines Strategieprozesses, mit dem das Land Brandenburg die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch den gezielten Einsatz von KI-Anwendungen langfristig unterstützen will. Federführend für die ressortübergreifende KI-Initiative des Landes Brandenburg ist das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

An der inhaltlichen Ausarbeitung der KI-Strategie waren neben dem Berliner Institut für Innovation und Technik (iit) Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Beratungs- und Transfereinrichtungen des Landes Brandenburgs beteiligt.

„Die Voraussetzungen für eine breite Nutzung von KI-Anwendungen in brandenburgischen Unternehmen sind gut“, hob Minister Steinbach hervor. Das gelte sowohl für Unternehmen, die KI im Rahmen der Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse nutzen als auch für Unternehmen und Start-ups, die KI-basierte Angebote entwickeln. Laut Analyse der Rahmenbedingungen, die in die Strategie eingeflossen ist, „verfügt das Land Brandenburg über eine starke Hochschullandschaft mit einer etablierten KI-Forschung, die auf bereits bestehende oder im Aufbau befindliche Forschungs- und Transferinitiativen zur Digitalisierung mit KI-Schwerpunkten zurückgreifen kann“. Hierzu zählen unter anderem das länderübergreifende Berlin-brandenburgische Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft, der MediaTech Hub Potsdam, das Digitalwerk in Werder oder das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus.

Trotz guter Rahmenbedingungen gebe es Herausforderungen zu meistern, sagte Steinbach: „Hierzu zählen Defizite in der digitalen Infrastruktur und ein regional unterschiedlich stark ausgeprägter Fachkräftemangel. Hinzu kommt, dass nur wenige Unternehmen über den notwendigen Grad der Digitalisierung zur Nutzung von KI-basierten Anwendungen verfügen und die Potenziale von KI-basierten Geschäftsmodellen von vielen Unternehmen bislang noch unterschätzt werden.“

Als ein erster Umsetzungsschritt der Strategie kann das KI-Netzwerk der brandenburgischen Wirtschaft NET4Ai seine Arbeit aufnehmen. Projektleiter des Unternehmensnetzwerkes ist Prof. Dr.-Ing. Jörg Reiff-Stephan von der TH Wildau. „Wir danken für die motivierende Bestätigung unserer Aktivitäten im NET4ai-Netzwerk für den Anwendungsbereich der Künstlichen Intelligenz. Alle Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft freuen sich auf einen Austausch und Bereitstellung von Expertise und Technologien für den Ausbau einer prozessorientierten KI-Nutzung in der Wertschöpfungskette“, unterstrich Reiff-Stephan.

Bei der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) ist zur Unterstützung der Strategie der Aufbau einer Zentralen Anlaufstelle geplant. Dazu sagte WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt: „Künstliche Intelligenz ist ein zentraler Treiber der Digitalisierung, auch in der Brandenburger Wirtschaft. Bereits jetzt ist die Künstliche Intelligenz ein wichtiger Baustein in der Arbeit unseres IKT-Clusters. Mit der geplanten ‘Zentralen Anlaufstelle‘ können insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen im Land bei der Umsetzung dieser Schlüsseltechnologie gezielt unterstützt werden. Es geht dabei vor allem um Information und Vernetzung von Unternehmen, Wissenschaft und Forschung, um Hemmschwellen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz abzubauen.“

Zur Information

Die Ziele der „Strategie zum Einsatz der KI-Technologie in den brandenburgischen Unternehmen“:

•  Leistungsfähige digitale Infrastruktur für KI-Anwendungen bereitstellen
•  Brandenburg zur Vorreiter-Region für KI-Anwendungen ausbauen
•  Brandenburgische KI-Akteurinnen und -Akteure stärker miteinander vernetzen
•  KI-Implementierung entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses begleiten
•  Fachkräfte bilden, halten und gewinnen
•  Entwicklung von bezahlbaren KI-Anwendungen gewährleisten
•  KI für „Gute Arbeit“ und zum Klimaschutz einsetzen

Quelle:  MWAE des Landes Brandenburg

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