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Landnutzerverbände fordern Mitsprache bei der Novellierung des Jagdgesetzes 

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Zweiter Jagdgesetzentwurf ist nun innerhalb der Landesregierung in der Ressortabstimmung. Verbände vom Forum Natur Brandenburg e.V. (FNB) fordern moderierten Dialog mit den betroffenen Landnutzern 

Der vom brandenburgischen Landwirtschaftsministerium vorgelegte Entwurf eines neuen Landesjagdgesetzes sorgte Anfang des Jahres für kontroverse Diskussionen und Proteste. Er sah weitreichende Eingriffe in das Jagdrecht vor, die erhebliche Probleme insbesondere für Jäger, Landwirte und Jagdgenossenschaften mit sich gebracht hätten. Minister Axel Vogel (Bündnis90/Die Grünen) zog den Entwurf im Frühjahr zurück. Ein neuer Gesetzentwurf soll nach Abstimmung innerhalb der Landesregierung demnächst ins parlamentarische Verfahren gehen. 

„Das Jagdgesetz betrifft neben der Jägerschaft auch Grundstückseigentümer und Bewirtschafter der Flächen in Wald und Flur. Sie alle erwarten umsetzbare und zielführende Regelungen für eine sichere und effektive Bewirtschaftung unserer Wildbestände. Dem wurde der erste Entwurf für ein neues Landesjagdgesetz nicht gerecht. Das muss beim zweiten Entwurf besser sein.“ so Henrik Wendorf, Präsident vom Landesbauernverband Brandenburg e.V. 

Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident vom Landesjagdverband Brandenburg e.V., verweist ebenfalls auf die Schwächen des ersten Entwurfs: „Die alleinige Fixierung auf die Reduzierung der Schalenwildbestände reicht nicht aus, um den nachhaltigen Waldumbau voranzutreiben. Die Jagd ist eine Stellschraube beim Waldumbau, aber nicht die einzige.“ 

„Jagd beinhaltet neben der Verhinderung von Wildschäden, auch die Bekämpfung von Tierseuchen, die Eindämmung von invasiven Arten sowie die Begrenzung der Raubwildbestände zum Schutz bedrohter Arten. Ein modernes Jagdrecht muss daher die Jägerschaft bei der Erfüllung dieser Aufgaben unterstützen und den Anforderungen der Flächeneigentümer genügen. Bereits im November 2020 hatte das FNB einen eigenen Novellierungsvorschlag vorgelegt, den die Landesregierung bisher allerdings nicht aufgegriffen hat. Wir hoffen, dass beim zweiten Jagdgesetzentwurf wesentliche Anforderungen des ländlichen Raumes Berücksichtigung finden und nicht wieder allein auf eine Schalenwilddezimierung abgezielt wird. Deshalb fordern wir erneut von der Landesregierung einen moderierten Dialog, in dem wir gemeinsam die notwendigen Änderungen erarbeiten.“ ergänzt Dr. Sabine Buder, FNB-Ge- schäftsführerin. 

Quelle: Forum Natur Brandenburg e.V.

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