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Mehr Sonnenblumen, aber weniger Getreide und Mais

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Vorläufige Bodennutzung 2022 in Brandenburg

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2022 haben die Brandenburger Landwirte den Getreideanbau gegenüber dem Vorjahr um rund 7 800 Hektar (ha) auf insgesamt 497 300 ha verringert. Getreide wächst auf fast 50 Prozent des Ackerlandes, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Die Anbaufläche für Sommergetreide nahm im Vergleich zu 2021 um 5 000 ha auf 52 900 ha ab. Vor allem der Haferanbau ging um 3 700 ha auf 16 100 ha deutlich zurück. Die beiden wichtigsten Brandenburger Wintergetreidearten Roggen und Winterweizen entwickelten sich gegenläufig: Während die Winterweizenfläche im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent stieg, ging der Roggenanbau um 5 Prozent zurück. Winterweizen ist derzeit auf 163 500 ha und Roggen auf 153 100 ha zu ernten. Damit hat Roggen seine Spitzenposition beim Getreideanbau in Brandenburg verloren.

Weniger Mais

Mais ist 2022 auf einer Fläche von fast 200 000 ha zu ernten. Ein Jahr zuvor waren es noch 225 000 ha. Der Rückgang betrifft fast ausschließlich Silomais. Dieser reift auf einer Fläche von 171 300 ha, 13 Prozent weniger als 2021. Die Fläche mit Körnermais blieb mit 28 600 ha nahezu unverändert.

Sonnenblumen und Winterraps im Aufwind

Ölfrüchte wachsen auf 13 Prozent des Ackerlandes. Hier gab es gegenüber 2021 eine Anbauerweiterung um 28 Prozent auf 133 000 ha. Dieser Anstieg ist zum großen Teil auf den Körnersonnenblumenanbau zurückzuführen, dessen Fläche sich um 16 600 ha auf 29 600 ha vergrößerte. Eine spürbare Anbauausdehnung gab es auch beim Winterraps. Dessen Fläche erhöhte sich um 12 Prozent auf 97 000 ha.

Hülsenfruchtanbau stabil

Die bestimmenden Hülsenfrüchte Brandenburgs sind auch 2022 Erbsen und Süßlupinen. Erbsen wachsen auf beinahe 10 000 ha und Süßlupinen auf 7 700 ha.

Immer weniger Zuckerrüben

Hackfrüchte werden auf 17 000 Hektar angebaut (–3 Prozent). Kartoffeln sind 2022 auf 10 700 Hektar (+2 Prozent) und Zuckerrüben auf 6 200 Hektar (–9 Prozent) zu roden.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 

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