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Minnesängern auf der Spur: Naturwacht lädt zum Frühlingskonzert von Vögeln und Amphibien

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Ein Weibchen und ein blaugefärbtes Männchen des Moorfrosches (Rana arvalis) bei der Paarung.

Wenn die Natur aus der Winterruhe erwacht, drängen allerorts liebestolle Sänger auf die Bühnen. Die Luft ist erfüllt vom Gesang der Vögel und in den Gewässern machen Kröten und Frösche dicke Backen, um potenzielle Partnerinnen zu beeindrucken. Auf Exkursionen zu Brandenburgs schönsten Naturschauplätzen stellen die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht die Sänger und Rufer genauer vor. Insgesamt 20 RangerTouren bietet die Naturwacht in den kommenden Wochen zur 14. Auflage des Brandenburger Konzertfrühlings an.

Am 2. April geht es im Naturpark Westhavelland ab 17 Uhr mit Rangerin Bea Koch hinaus auf den Rathenower Weinberg und zum Bismarckturm zu einer Vogelstimmenführung. Hier werden vor allem Gesänge typischer einheimischer Solisten wie Blau- und Kohlmeise oder Gartenrotschwanz zu hören sein. Mit etwas Glück stürmen aber auch seltenere Arten die abendliche Bühne. Im Rahmen der Wanderung gibt es zudem Anregungen, wie der eigene Garten insekten- und damit vogelfreundlich gestaltet werden kann.

Foto: Drosselrohrsänger ©Andreas Richter

Ein Konzerterlebnis der besonderen Art verspricht am 14. April die abendliche Wanderung im Naturpark Uckermärkische Seen zu den Aufführungen von Moorfrosch, Rotbauchunke und Co. Das malerisch gelegene Zehdenick-Mildenberger Tonstichgebiet ist zu dieser Jahreszeit erfüllt vom „Klang der Liebe“. Los geht’s ab 17 Uhr am Bahnhof Zehdenick (Mark).

Wer es sportlich mag, radelt am 26. April mit Spreewald-Ranger Alexander Hoschke von Lübben aus über die Pfaffenberge, vorbei an den Schlepziger Teichen und über Lubolz wieder zurück zum Lübbener Bahnhof. Auf dieser sechsstündigen Radtour (ca. 30 Kilometer) durch das Biosphärenreservat Spreewald können mit etwas Glück Greifvögel wie Rot- und Schwarzmilan, Rohrweihe oder der beeindruckende Fischadler bei der Jagd beobachtet werden. Durch abgelassene Teiche waten Kampfläufer, Flussregenpfeifer oder andere Gäste bei ihrer Durchreise auf der Suche nach Nahrung. Ein eigenes Fahrrad sollte man mitbringen. Die Rundtour beginnt um 9 Uhr am Bahnhof Lübben. 

Foto: RangerTour Spreewald ©Naturwacht

Frühes Aufstehen lohnt sich am 21. Mai in Lenzen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg. Dort erklären die Rangerinnen ab 6 Uhr morgens, warum Vögel singen, wie groß ihr Repertoire ist und welche Stimme zu wem gehört. Mitte Mai ist der Barockgarten der Burg Lenzen von Gesängen erfüllt, denn auch die letzten Zugvögel sind aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Mit dem Pirol ist das Ensemble komplett und zum Konzert bereit. Der morgendliche Spaziergang dauert etwa zwei Stunden.

Für die Teilnahme empfehlen sich bequeme und der Witterung entsprechende Kleidung sowie festes Schuhwerk. Auch Fernglas oder Spektiv sind wertvolle Begleiter. Die Führungen durch Rangerinnen und Ranger der Naturwacht Brandenburg sind kostenfrei. Um eine Spende für Naturschutzprojekte wird gebeten.

Nähere Details und weitere Tourenangebote finden sich im Veranstaltungskalender unter. https://www.naturschutzfonds.de/natur-erleben/konzertfruehling

Hintergrund Naturwacht Brandenburg

Die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 1991 in den 15 Nationalen Naturlandschaften (Großschutzgebieten) des Landes und füllen das Motto „Mittler zwischen Mensch und Natur“ mit Leben. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – sind sie unterwegs und erfassen Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Sie setzen im Nationalpark, den drei Biosphärenreservaten und den elf Naturparken zahlreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg.

Gleichzeitig sind die 87 Rangerinnen und Ranger wichtige Ansprechpartner für alle, die in den Nationalen Naturlandschaften leben, arbeiten oder zu Gast sind. Sie begleiten jährlich rund 10.000 Interessierte auf mehr als 500 geführten Touren, teilen ihr Wissen und sensibilisieren für richtiges Verhalten in den Schutzgebieten. Damit stärken sie auch den Naturtourismus in der Region. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Bildung für nachthaltige Entwicklung, BNE: In ihrer Arbeit mit Junior-Ranger-Gruppen oder in Schul-AGs wecken die Ranger Interesse an Natur- und Umweltschutz.

Fast 400 Freiwillige unterstützen die Naturwacht Brandenburg bei diesen Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg. Mehr Informationen unter: www.naturwacht.de

Quelle: MLUK Brandenburg Foto oben: Moorfrosch ©Sebastian Hennigs 

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