Salon Kleist: Von Borchert reden 

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Dienstag, 23. November, 17 Uhr

Am 21. November 1947 wurde das Drama Draußen vor der Tür in den Hamburger Kammerspielen aufgeführt. Am Tag zuvor war sein Autor gestorben: Wolfgang Borchert. Das Jahr seines 100. Geburtstages am 20. Mai 2021 gab Anlass, den bekanntesten Vertreter der deutschen Nachkriegsliteratur vor allem in seiner Heimatstadt Hamburg zu ehren. Hier möchte sich das Kleist-Museum anschließen, mit einem Gespräch über das Werk von vier Dramen, rund 60 Kurzgeschichten und Erzählungen sowie rund 400 Gedichten. Ab Mai 1945 hatte Borchert, Kriegsheimkehrer und unheilbar erkrankt, die wichtigsten Werke geschaffen, als sei er in einen dauernden Wettlauf mit der verrinnenden Zeit eingetreten. Hatte er vorher zumeist Gedichte verfasst, entstanden nun Kurzgeschichten und eben auch Draußen vor der Tür mit radikalen, existenziellen Fragen über die Vergangenheit, an die Zukunft. – Dass der Dichter gerade mit diesem Stück der Antwortlosigkeit berühmt werden sollte, war für ihn kaum vorstellbar. Borchert im Juni 1947: „Vielleicht redet in einem Jahr kein Mensch mehr von mir.“

Zum Salon Kleist lädt Claudia Czok, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kleist-Museum.

Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro, inkl. Salon-Tee und Gebäck.

Anmeldung unter 0335-387 22 1-30 oder kasse@kleist-museum.de

Quelle: Kleist-Museum Foto: Wolfgang Borchert ©Kleist-Museum

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