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Tandemführung mit Drucker Reinhard Rössler Sonderausstellung: Revolutionen. Grafische Mappenwerke aus der DDR

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Abb.: Presseführung durch die Sonderausstellung Revolutionen. Grafische Mappenwerke aus der DDR, im Museum Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt © Antje Wilke

Sonntag, 30. Juli
14 Uhr 

Die aktuelle Sonderausstellung im Museum Utopie und Alltag vereint Grafikmappen zum Thema Revolutionen, die in der DDR herausgegeben wurden.

Für die Tandemführung kommt der renommierte Drucker Reinhard Rössler nach Eisenhüttenstadt. Gemeinsam mit Kuratorin Angelika Weißbach gibt er Einblicke in die jeweiligen Drucktechniken und erzählt von der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Künstler:innen.

Reinhard Rössler betreibt seit 1980 mit seiner Ehefrau Jeanette Rössler eine Werkstatt für künstlerische Druckgrafik. In Hohenossig bei Leipzig haben die beiden ein Künstlerhaus mit Werkstätten und Gastateliers aufgebaut, dessen bemerkenswerter Ruf weit über Sachsen hinausgeht. Ihre Erfahrung und ihr Können machen sie zu engen Partnern vieler Künstler:innen: So ließ nicht nur Werner Tübke bei ihnen drucken, sondern auch Sighard Gille, Bernhard Heisig, Rosa Loy, Reinhard Minkewitz, Rolf Münzner, Osmar Osten, Michael Triegel, Jan Peter Tripp und viele andere.

Auch einige Blätter in der aktuellen Ausstellung hat Reinhard Rössler gedruckt.

In Revolutionen. Grafische Mappenwerke aus der DDR sind insgesamt Arbeiten von 11 Künstlerinnen und 60 Künstlern zu sehen, die von 1950 bis 1990 entstanden sind und heute – bis auf eine Leihgabe aus der Sammlung Lichtenstein – zum Bestand des Museums Utopie und Alltag Beeskow gehören.

Es waren vor allem die Jahrestage der Oktober-Revolution, aber ebenso jene des Bauernkrieges, der Französischen sowie der November-Revolution, die staatliche Organisationen zum Anlass nahmen, Grafikmappen in Auftrag zu geben. Den Grafikerinnen und Grafikern bot das Thema neben der direkten Beschäftigung mit dem historischen Ereignis auch Spielräume für Experimente und Kritik. Als sie 1989 selbst eine Revolution miterlebten, entstanden Blätter von unmittelbarer Aktualität.

Weitere grafische Mappenwerke aus der DDR gibt es parallel im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst zu entdecken: In Cottbus zum Thema Literatur und in Frankfurt (Oder) zur Landschaft.

An allen drei Ausstellungsorten wird eine neu entstandene Grafikmappe „Baukultur leben“ präsentiert. Sie enthält druck- und fotografische Arbeiten von Brandenburger Künstlerinnen verschiedener Generationen. Am Ende des Projektes können einzelne Exemplare ersteigert werden. Das Projekt findet im Rahmen des Themenjahres Baukultur leben – Kulturland Brandenburg 2023 statt.

Ort
Museum Utopie und Alltag – Standort Eisenhüttenstadt
Erich-Weinert-Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt

Um vorherige Anmeldung unter 03364 – 417 355 oder museum@utopieundalltag.de wird gebeten. Eintritt: 4€/ ermäßigt 2€

Alle Informationen rund um das Museum, zu Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten finden Sie unter www.utopieundalltag.de.

Quelle: Museum Utopie und Alltag

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