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Tarifverhandlungen für Wach- und Sicherheitsbeschäftigte bislang ergebnislos

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Die derzeit laufenden Tarifverhandlungen für die mehr als 23.000 Berliner und Brandenburger Beschäftigten von Wach- und Sicherheitsunternehmen sind auch nach zwei Verhandlungsrunden ohne Ergebnis geblieben. Beide Seiten, die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) trennten sich am vergangenen Dienstag ohne Ergebnis. Ein weiterer Verhandlungstermin wurde noch nicht vereinbart.

Da der Mindestlohn zum 1. Oktober 2022 auf einen Stundenlohn von 12,00 Euro angehoben wird, hat die Arbeitgeberseite offenbar ein großes Interesse daran, noch vor Oktober 2022 und vor dem Ende der Laufzeit des aktuellen Tarifvertrages die Entgeltverhandlungen abzuschließen. Nach dem derzeit laufenden Tarifvertrag erhalten Beschäftigte in der untersten Entgeltgruppe einen Stundenlohn von 11,35 Euro. Dieser Betrag liegt somit unter dem ab Oktober 2022 geltenden Mindest-Stundenlohn. ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Anhebung des Stundenlohns in dieser Gruppe auf 13,90 Euro. Wird die unterste Gruppe entsprechend angehoben, müssen nach Auffassung von ver.di auch die anderen Gruppen im Tarifvertrag entsprechend angepasst werden. Die Arbeitgeberseite bietet derzeit an, den Stundenlohn in der untersten Entgeltgruppe auf lediglich 12,50 Euro anzuheben, was aus ver.di-Sicht nicht ausreicht.

Die Branche sucht dringend Personal, hat aber Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Die geringen Einkommen in der Branche sind offenbar bei der Personalfindung ein großes Problem. Auch um die Arbeitsplätze in der Wach- und Sicherheitsbranche attraktiver zu machen, müssen aus Sicht von ver.di die Einkommen dort erhöht werden. 

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde die deutliche Anhebung der unteren Entgeltgruppen um 8 Prozent, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150,00 € pro Lehrjahr und eine Prämie für die erfolgreich bestandene Abschlussprüfung in Höhe von 500,00 €. Daneben sollen u.a. Zuschläge und Zulagen erhöht  und die Zahl der Urlaubstage angehoben werden. 

Zu den namhaften Firmen im BDSW gehören die Wisag, Securitas, Sicherheit Nord, Gegenbauer oder Piepenbrock. Der aktuelle Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich und läuft noch bis zum 31. Dezember 2022.

Quelle: ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Pressestelle des Landesbezirks Berlin-Brandenburg 

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