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Verleihung des Literaturpreises der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt

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  • Verleihung am 10. November 2022, 19:00, im IPS-Technologiezentrum Eisenhüttenstadt
  • Den Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt 2022 erhalten der Kölner Bestsellerautor Volker Kutscher und die Berliner Illustratorin Kat Menschik.

Die New York Times nannte ihn „den Mann, der Weimar zum Gesprächsstoff in Deutschland machte“ und die Süddeutsche Zeitung titelte: „Autor, ohne den es ‚Babylon Berlin‘ nicht gäbe.“ Der Erfolg der Fernsehserie „Berlin Babylon“ trug ohne Zweifel dazu bei, dass Volker Kutscher zum Literaturstar wurde, seine Romane um den Kriminalkommissar Gereon Rath waren jedoch bereits davor Bestseller. Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Lokalredakteur in Wipperfürth im Rheinland, ehe er Mitte der 1990er Jahre seinen ersten Kriminalroman „Bullenmord“ veröffentlichte. 2008 erschien unter dem Titel „Der nasse Fisch“, der erste von neun Bänden einer Serie von historischen Kriminalromanen, die im Berlin der Zwanziger- und Dreißigerjahre spielen. Seine Faszination für die Zwanziger hat begonnen, als er die Kinderbücher von Erich Kästner gelesen habe. Mit den Gereon-Rath-Romanen wolle er verstehen: Warum musste diese hoffungsvolle Weimarer Republik mit dem Nationalsozialismus enden? „Diese politische Entwicklung, die dahin führt, die die Voraussetzung für solche Gräueltaten ist, die gilt es zu verhindern. Und das ist mir wichtig zu zeigen, wie das passieren konnte. Das ist das Entscheidende.“ (Volker Kutscher im Gespräch mit Tanya Lieske, Deutschlandfunk 30.10.2018)

Im Jahr 2017 wurde Kutschers erster Band „Der nasse Fisch“ unter der Regie von Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten verfilmt. Die Serie „Berlin Babylon“ ist „opulenter Budenzauber und feinnerviges Zeitgeschichts-Stück in einem”, so die Jury-Begründung für 14 Grimme-Preise 2018. Weitere zwei Staffeln der Krimiserie folgten. 

In zwei etwas schmaleren Büchern als seine Romane erzählt Volker Kutscher besondere Geschichten einzelner Romanfiguren.  Beide Erzählungen, „Moabit“ und „Mitte“, wurden von Kat Menschik illustriert. Kat Menschik, 1968 in Luckenwalde geboren, zählt heute zu den weltweit begehrtesten Illustratorinnen. Ihre Zeichnungen erscheinen regelmäßig in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Sie illustriert neben eigenen Büchern, auch die Texte international anerkannter Autoren wie Franz Kafka, Edgar Allan Poe oder Haruki Murakami.  Ihre Reihe „Lieblingsbücher“ gilt als eine der schönsten Buchreihen der Welt. Zuletzt erschienen: Tschingis AitmatowDjamila“ sowie „Kat Menschiks & des Psychiaters Doctor medicinae Jakob Hein Illustrirtes Kompendium der psychoaktiven Pflanzen“.  Jakob Hein war Stahlliteraturpreisträger 2019.

Mit Kat Menschik ehrt die Stahlstiftung erstmalig eine Illustratorin und Zeichnerin. Buchillustrationen gibt es bereits seit Jahrhunderten und wirken dreifach: als Schmuck, als Erläuterung und als Deutung.  In diesem Sinne ergänzen in „Moabit“ und „Mitte“ die Zeichnung von Kat Menschik die Texte von Volker Kutscher zu kleinen Gesamtkunstwerken.

Die Stahlstiftung Eisenhüttenstadt lädt alle Interessierten recht herzlich ein zur Verleihung des diesjährigen Stahl-Literaturpreises am

10. November 2022/19:00 Uhr
IPS-Technologiezentrum Eisenhüttenstadt, Werkstraße 9.

Freuen Sie sich auf einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend mit beiden Preisträgern. Wolfgang Hörner vom Galiani Verlag moderiert die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.

Die Stahlstiftung Eisenhüttenstadt wurde 2004 von der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH gegründet. Sie widmet sich vornehmlich der Förderung von Projekten aus Kunst und Kultur, Wissenschaft und Bildung. Seit 2005 vergibt die Stahlstiftung den mit 10.000 Euro dotierten Stahl-Literaturpreis. Bisherige Preisträger waren Wladimir Kaminer, Walter Kempowski, Kerstin Hensel, Jenny Erpenbeck, Clemens Meyer, Thomas von Steinaecker, Kathrin Schmidt, Günter de Bruyn, Nadja Küchenmeister, Birk Meinhardt, Richard Schröder, Thea Dorn, Juli Zeh, Rosemarie Tietze und Jakob Hein.

Quelle: ArcelorMittal Eisenhüttenstadt

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