Start Hauptkategorie Veranstaltungen Wanderausstellung „Übergangsgesellschaft“ in Frankfurt (Oder)

Wanderausstellung „Übergangsgesellschaft“ in Frankfurt (Oder)

82
0

Akteure der Transformation in Brandenburg

Die Friedliche Revolution im Herbst 1989 und die anschließende Systemtransformation wurden von der Mehrheit der ostdeutschen Bevölkerung als biografischer Wendepunkt erlebt. Nach den überwältigenden Erfahrungen der Friedlichen Revolution veränderten sich Lebenswelten in ungeahntem Tempo, wurden Gewissheiten in Frage gestellt, lösten sich Sicherheiten auf. Dieser Wandel wird seit 1990 ganz unterschiedlich erinnert und diskutiert. Betonen die einen die demokratischen Errungenschaften und den Aufbruch in die Freiheit, betrachten die anderen diese Zeit eher als eine von Verlust und Orientierungslosigkeit gezeichnete. Die Ausstellung „Übergangsgesellschaft – Akteure der Transformation in Berlin und Brandenburg nach 1989“ stellt 14 unterschiedliche Lebenswege vor und gibt spannende Einblicke in die ostdeutsche Transformationszeit.

Die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg Dr. Maria Nooke:

„In die Transformationsgeschichte sind Erfolge ebenso eingeschlossen wie Misserfolge und Enttäuschungen. Diese Spannung, diesen Erinnerungskonflikt müssen wir aushalten. Was wir jedoch nicht hinnehmen müssen, sind geschichtspolitische oder nostalgische Verklärungen der Vergangenheit. Seit Langem können wir beobachten, dass das Aufkommen links- und rechtspopulistischer Denkwelten und Deutungen in Verbindung mit schwierigen Erfahrungen aus der Transformationszeit zum Infragestellen konstitutiver Werte der Friedlichen Revolution führen und zum Zweifel an demokratischer Mitbestimmung. Als Brandenburgische Aufarbeitungsbeauftragte halte ich es für eine meiner vordringlichen Aufgaben, diesem Trend entschieden entgegenzutreten. Die aktuelle Situation in Europa mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zeigt eine sehr konkrete Herausforderung für unsere Bildungsarbeit. Die unterschiedlichen Reaktionen auf die Aggressionspolitik Russlands in unserer Gesellschaft zeigen, dass die freiheitlich-demokratischen Grundwerte nicht selbstverständlich gegeben sind. Der Einsatz für Freiheit und Menschenrechte ist auch heute noch gefordert.“

Laufzeit und Ort der Ausstellung:

Die Wanderausstellung „Übergangsgesellschaft – Akteure der Transformation in Berlin und Brandenburg nach 1989“ ist vom 29.04. bis 03.06.2022 im Atrium des Gräfin-Dönhoff-Gebäudes der Europa-Universität Viadrina, Europaplatz 1, in Frankfurt (Oder) zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:00 bis 18:00 Uhr, der ist Eintritt frei.

Die Ausstellung ist entstanden in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, dem Museum Pankow und dem Deutschen Rundfunkarchiv und wurde gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg und des Bezirkskulturfonds Pankow.

Quelle: Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgender kommunistischen Diktatur

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

3 × 5 =