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Warnstreik im ArcelorMittal-Stahlwerk Eisenhüttenstadt”

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Nach zwei ergebnislosen Verhandlungen in der Tarifrunde der ostdeutschen Stahlindustrie erhöht die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeberseite und ruft zu Warnstreiks auf. 

Am Donnerstag, den 2. Juni, werden die Beschäftigten im ArcelorMittal-Stahlwerk in Eisenhüttenstadt von 6:00 bis 8:00 Uhr die Arbeit niederlegen, um ihre Forderung nach einem fairen und guten Tarifergebnis zu untermauern.

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten in der ostdeutschen Stahlindustrie eine Erhöhung der Monatsentgelte um 8,2 Prozent. Die Arbeitgeberseite hat bisher lediglich eine Einmalzahlung angeboten. Dieser Vorschlag ist für die Kolleginnen und Kollegen der IG Metall inakzeptabel.

„Angesichts stark steigender Preise und teils Rekordgewinne der Unternehmen im letzten Jahr erwarten die Kolleginnen und Kollegen deutlich mehr Geld in der Tabelle“, sagt Holger Wachsmann, Geschäftsführer und Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostbrandenburg. „Nur eine ordentliche, prozentuale Anhebung der Löhne in der Entgelttabelle wirkt dauerhaft und bringt den Beschäftigten die notwendige Sicherheit in diesen unsicheren Zeiten.“

Die letzte tabellenwirksame Lohnerhöhung für die Stahlarbeiterinnen und -arbeiter gab es im Jahr 2019. Die Beschäftigtenlage ist gut, das Stahlwerk Eisenhüttenstadt hat im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren. „Die Beschäftigten sorgen für Stabilität in den Unternehmen und haben durch ihren Einsatz die hohen Gewinne in den vergangenen Jahren möglich gemacht. 

Darum fordern sie jetzt berechtigterweise einen Ausgleich für die hohe Inflation und ihren Anteil an der guten Geschäftsentwicklung“, so Wachsmann. „Die Botschaft der Kolleginnen und Kollegen ist unmissverständlich: Sie wollen Prozente sehen und erwarten ein forderungsnahes Ergebnis. Wenn die Arbeitgeber ihre Haltung nicht ändern, haben sie eine mögliche, weitere Eskalation der Protestaktionen zu verantworten. Die Beschäftigten sind sehr entschlossen, ihre berechtigten Forderungen durchzusetzen.“

Quelle: IG Metall Ostbrandenburg

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