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Wut und Hass in Ostdeutschland

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Laura Cwiertnia

Eine Spurensuche der Bürgerbühne im Kleist Forum mit der Autorin Ines Geipel

Die Schriftstellerin und Professorin an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Ines Geipel ist am 7. April bei „Vordenken. Nachdenken. #osttransformationen“ im Frankfurter Kleist Forums zu Gast. Moderator Hannes Langer spricht mit ihr über ihr aktuelles Buch „Umkämpfte Zone“ (erschienen im Verlag Klett-Cotta). In dem autobiografischen Werk begibt sich Ines Geipel auf die Suche nach den Gründen für die Wut, die Fremdenfeindlichkeit und den Hass auf den Staat in Ostdeutschland.

Sie beschreibt darin, wie die Aufarbeitung der NS-Zeit im neu gegründeten DDR-Staat systematisch durch Schweigegebote und Geschichtsklitterung verhindert wurde. Verdrängung und Verleugnung traten an die Stelle ernsthafter Vergangenheitsbewältigung und prägten die Gesellschaft bis ins Private hinein, wovon die Autorin am Beispiel ihrer eigenen Familiengeschichte eindrucksvoll erzählt.

Als junge Frau war Ines Geipel Leistungssportlerin und Mitglied der DDR-Nationalmannschaft. 1989 floh sie nach Auseinandersetzungen mit der Stasi in den Westen. Dort schrieb sie nicht nur über die Folgen des Nationalsozialismus und verfemte Literatur in Ostdeutschland, sondern auch über Zwangsdoping in der DDR und war eine der Nebenklägerinnen im Prozess gegen dessen Drahtzieher.

Vordenken. Nachdenken. #osttransformationen
Umgeschriebene Geschichte. Umkämpfte Zone.
Mit: Ines Geipel
DO / 7.4. / 20:00 / Studiobühne

Eintritt frei. Eine Platzreservierung per E-Mail an ticket@muv-ffo.de, an der Kasse im Kleist Forum oder in der Deutsch-Polnischen Tourist-Information im Bolfrashaus ist erforderlich.

  Gefördert von der
  Brandenburgischen Landeszentrale
  für politische Bildung

Quelle: Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) Foto: Ines Geipel (c) Annette Hauschild

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