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Zeitfenster für Schleusungen im Oder-Spree-Kanal öffnet sich 

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Kersdorf/Oder-Spree-Kanal – Mit Auftreten des Fischsterbens in der Oder hat die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes auf Empfehlung des Landesamtes für Umwelt (LfU) Schleusungen im Oder-Spree-Kanal und den Betrieb der Pumpstation Eisenhüttenstadt unterlassen. Die Gefahr des Eindringens eines toxischen Stoffes oder einer schädlichen Art wurde dadurch ausgeschlossen. Seitdem liegen im Umfeld der Kersdorfer Schleuse einige Sportboote fest. Das LfU hat ein Konzept entwickelt, wie die festsitzenden Sportboote unter Wahrung der Sicherheitsaspekte doch geschleust werden können. 

Voraussetzung für die Umsetzung des Konzeptes ist die ausreichende Entspannung der Wassersituation der Spree. Infolge der Niederschläge am vergangenen Wochenende steht ausreichend Wasser zur Verfügung. Durch die fehlende Wasserzufuhr über die Pumpstation Eisenhüttenstadt ist der Wasserstand im Oder-Spree-Kanal um 30 Zentimeter gesunken.

Über eine zwischenzeitliche Absenkung des Schwielochsees kann über die Pumpstation Neuhaus der Oder-Spree-Kanal bis zum 29. August 2022 mit Wasser versorgt und gleichzeitig ein hydraulisches Gefälle in Richtung Oder/Eisenhüttenstadt erzeugt werden. Die bisherigen Wasserverluste werden so ausgeglichen. Die Zwillingsschachtschleuse in Eisenhüttenstadt führt am 26. August 2022 eine Leerschleusung durch, um die Fließbewegung Richtung Osten zu fördern. Danach bleibt sie geschlossen, um ein Eindringen der zwischenzeitlich entdeckten Goldalge in die Spree auszuschließen. Die Sportboote planen eine Weiterfahrt über den Speisekanal und die Schleuse Neuhaus nach Süden. Die Absenkung des Schwielochsees kann durch eine Abgabenerhöhung aus der Talsperre Spremberg nach Abschluss der Schleusungen zum Teil wieder ausgeglichen werden. 

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung schIeust in Kersdorf am Freitag, den 26.08.2022 um 11:00 Uhr Sportboote in die Scheitelhaltung des Oder-Spree-Kanals, also Richtung Neuhaus/Eisenhüttenstadt. Gegen 13:00 Uhr beginnt die Schleusung in Neuhaus nach Süden in Richtung Spree/Wergensee/Beeskow. Am Samstag wird nach Bedarf entschieden, ob eine weitere Sonderschleusung durchgeführt werden muss. Zur Ermittlung des Bedarfs können sich Sportbootführer beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel über folgende Kontaktdaten melden: 

Maren Schmelzer
Telefon: 0175/ 437 91 00
E-Mail:   maren.schmelzer@wsv.bund.de

Quelle: MLUK des Landes Brandenburg 

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