„Eine Tugend gibt es, die liebe ich sehr. Sie heißt Eigensinn.“ Mit diesem Bekenntnis Hermann Hesses lädt das Gerhart-Hauptmann-Museum am 15. Januar zu einem außergewöhnlichen Abend ein, der eine oft verkannte Eigenschaft würdigt: den Eigensinn.
Die Schauspielerin Kerstin Reimann und der renommierte Sänger jüdischer Lieder Karsten Troyke haben ein Programm zusammengestellt, das den Eigensinn aus ungewohnten Perspektiven beleuchtet – mal melancholisch, mal humorvoll, stets tiefgründig und mitunter skurril. Reimann trägt Texte vor, die überraschend aktuell wirken: von Hermann Hesse über den Philosophen und Psychotherapeuten Paul Watzlawick bis hin zu Gedichten des afroamerikanischen Dichters Langston Hughes und der jung verstorbenen Selma Meerbaum-Eisinger.
Karsten Troyke, bekannt für seine einfühlsamen Interpretationen jiddischer und hebräischer Lieder, hat unter anderem Gedichte von Meerbaum-Eisinger und Hesse vertont und wird diese musikalisch zum Leben erwecken.
Das Motto des Abends bringt es auf den Punkt: „Man muss mit allem rechnen – auch mit dem Guten!“ Eine Ermutigung, sich dem eigenen Eigensinn anzuvertrauen und sich von den künstlerischen Impulsen des Abends inspirieren zu lassen.
Musikalische Lesung „EIGENSINN macht Spaß“
Mittwoch, 15. Januar 2026, 18 Uhr
Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner, Roter Salon
Gerhart-Hauptmann-Straße 1-2
Eintritt: 10 Euro
Quelle/Flyer: Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner




