Messeschlager Gisela: Wenn Mode, Musik und Subversion aufeinandertreffen

Ein buntes Kleid bringt die DDR-Planwirtschaft durcheinander – und das Publikum zum Lachen: Mit „Messeschlager Gisela“ gastiert das Staatstheater Cottbus am 30. und 31. Januar im Theaterhaus Kleist Forum.
Im „VEB Berliner Chic“ läuft einiges schief. Der unfähige Leiter lässt zwar massenhaft Kleidung produzieren, nur will die niemand tragen. Doch für die prestigeträchtige Leipziger Modemesse braucht es einen echten Hingucker. Die junge Modedesignerin Gisela hat die rettende Idee: ein multifunktionales Kleid „für jede Frau“. Mit Unterstützung ihres Kollektivs und eines verliebten Journalisten wird daraus der Messeschlager.
Zu subversiv für die SED
1961, kurz vor dem Mauerbau, feierte „Gisela“ zunächst einen fulminanten Erfolg – bis die politische Führung eingriff. Die selbstverständliche Reisefreiheit in der Handlung? Ein Ärgernis. Die vielen Anspielungen auf DDR-Alltagsprobleme? Zu gefährlich. Das Stück verschwand von den Bühnen.
Keine Nostalgie-Show
Die Neuinszenierung von Regisseurin Katja Wolff bringt dieses Juwel des heiteren Musiktheaters zurück – als mitreißende Mischung aus Operette und Musical. Mit extravaganten Kostümen, großem Bühnenbild, Slapstick-Einlagen und schmissigen Melodien. Deutschlandfunk Kultur schwärmt: „Ein wirklich toller, witziger Abend, in dem es viel zu lachen gibt.“
Termine & Tickets
- Freitag, 30.1.2026, 19:30 Uhr
- Samstag, 31.1.2026, 15:00 Uhr
Tickets: 30/15 € (Preisgruppe 1) | 25/12,50 € (Preisgruppe 2)
Familienticket: 75/62,50 €
Buchung unter www.kleistforum.de
Vorschaubild: Messeschlager Gisela Foto © Bernd Schoenberger
Quelle: PD Ost




