900 Jahre nach Gründung des Bistums Lebus widmet sich eine Wanderausstellung des Frankfurter Museums Viadrina dem weitgehend unbekannten Kulturerbe an der mittleren Oder. Unter dem Titel „Kunst und Architektur im Bistum Lebus – Spurensuche in einer unentdeckten Kulturlandschaft“ ist die Schau vom 27. März bis zum 29. April 2026 auf der Burg Beeskow zu sehen.
Die feierliche Eröffnung findet am Freitag, dem 27. März 2026, um 17 Uhr im Kleinen Balkensaal der Burg statt. Kuratorin Dr. Agnieszka Lindenhayn-Fiedorowicz führt in die Ausstellung ein, musikalisch begleitet vom Beeskower BlockflötenConsort. Der Eintritt ist frei.
Die Burg Beeskow selbst gehört zu den in der Ausstellung vorgestellten Baudenkmalen: Als Verwaltungssitz der Herrschaft Beeskow-Storkow wurde sie unter Bischof Dietrich von Bülow im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert zur Residenz ausgebaut. Drei Säle mit Renaissance-Balkendecken und Wandmalereien zeugen bis heute davon.
Die Ausstellung zeigt darüber hinaus zahlreiche Stadtkirchen, Templer- und Johanniterbauten sowie ländliche Gotteshäuser beidseits der Oder, deren kunst- und bauhistorische Bedeutung Polen und Deutschland gleichermaßen betrifft. Zwischen den Kunstzentren Großpolens, Schlesiens, Sachsens, der Lausitz und der Mark Brandenburg gelegen, nahm das 1598 untergegangene Bistum vielfältige Einflüsse auf.

Blick in die Ausstellung, hier in der Sakristei der Marienkirche Frankfurt (Oder), Foto: Agnieszka Lindenhayn-Fiedorowicz
Die Ausstellung entstand im Rahmen des EU-geförderten Projektes „900 Jahre Bistum Lebus“ als Teilprojekt von „Erinnerung verbindet“, finanziert aus Mitteln des INTERREG VI A Brandenburg-Polen 2021–2027. Projektträger sind die Stadt Frankfurt (Oder), der Eigenbetrieb Kulturbetriebe Frankfurt (Oder) sowie das Städtische Museum Viadrina.
Vorschaubild: Burg Beeskow heute Foto: Jasmin Konzer
Quelle: Burg Beeskow




