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Das Theater Das Letzte Kleinod und das Kleist Forum in Frankfurt (Oder) bringen im Frühjahr 2026 gemeinsam ein neues dokumentarisches Theaterstück auf die Schiene – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Eisenbahntheater „Hüttenwerk“ erzählt von der Entwicklung der Stahlindustrie in Ost und West und stellt dabei Menschen in den Mittelpunkt, die im Stahl arbeiten oder gearbeitet haben. Zwanzig ehemalige Werktätige des Eisenhüttenkombinats haben für das Stück von ihren Erfahrungen berichtet. Zahlreiche Interviews wurden dafür in Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) geführt, auf denen die Vorstellung basiert.

Seit März 2026 laufen bereits erste Proben auf dem Gelände von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt. Die Darstellenden erhalten dort Einblicke am Hochofen, in der Stranggussanlage, bei Kran- und Lokführern sowie an den Förderbändern. Ab Mai steht dann der sogenannte Ozeanblaue Zug auf dem Werksgelände, wo die Endproben stattfinden. Es ist bereits das zweite Mal, dass das Eisenbahntheater bei ArcelorMittal probt – im vergangenen Jahr entstand dort die Produktion „Jacqueline“.

Im Frühjahr 2026 fährt ein Zug mit sechsachsigen Flachwagen durch Deutschland, beladen mit tonnenschweren Brammen, Stahlträgern und Coils. Auf und in den Waggons gibt das Eisenbahntheater Einblick in die einstige Vorzeigeindustrie der DDR und ihre Verbindungen zum Westen. Das Erz kam damals per Eisenbahn aus der kasachischen Steppe, die Kohle aus Polen. Auf den Kränen, Lokomotiven und am Hochofen arbeiteten häufig Frauen, die für die Stahlindustrie unentbehrlich waren. Von Eisenhüttenstadt ging der Stahl in die Fabriken und Häfen des Westens, um gegen Devisen verkauft zu werden.

Das Letzte Kleinod Fotografie: Jens-Erwin Siemssen

Es ist bereits die elfte gemeinsame Produktion des Kleist Forums mit dem Theater Das Letzte Kleinod. Auch diesmal wird im weltweit einzigartigen Theaterzug auf Gütergleisen gespielt. In den Vorjahren standen immer wieder Frankfurter Themen im Fokus – etwa der Braunkohletagebau am Helenesee, die Flucht über die Prager Botschaft oder das legendäre Hotel Stadt Frankfurt. Nach der Premiere in Frankfurt (Oder) reist der Ozeanblaue Zug weiter nach Magdeburg, Gräfenhainichen, Salzgitter, Duisburg und Brake.

Für die Vorstellungen in Frankfurt (Oder) werden noch lokale Mitwirkende gesucht, die in den Bereichen Schauspiel, Musik oder Tanz dabei sein möchten. Informationen und Anmeldungen bei Juliane Lenssen unter info@das-letzte-kleinod.de oder telefonisch unter 0175-5100681.

„Hüttenwerk“ – Vorstellungen in Frankfurt (Oder)
Spielort: Güterbahnhof an der August-Bebel-Straße / Fürstenwalder Straße
Sonntag, 24. Mai 2026 – 11:00 Uhr (Premiere) und 19:00 Uhr Montag, 25. Mai 2026 – 11:00 Uhr und 19:00 Uhr
Dauer: ca. 90 Minuten Tickets: 30,– € / ermäßigt 15,– € Kartenverkauf: www.kleistforum.de

Die Vorstellung findet teils unter freiem Himmel, teils in Waggons statt. Der Zugang ist nicht barrierefrei.  Für verschmutzte Kleidung wird keine Haftung übernommen.



Gefördert von: Fonds Darstellende Künste, Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stiftung Niedersachsen, Kleist Forum, Berthold Leibinger Stiftung, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Lotto Sachsen-Anhalt, Oldenburgische Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Kulturförderung der Landeshauptstadt Magdeburg, ArcelorMittal, Brunnhuber, Kulturbüro Frankfurt (Oder), VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter (Salzgitter Gruppe), Kulturstiftung Wesermarsch



Vorschaubild: Das Letzte Kleinod Hüttenwerk (c) Sonja Jenning
Quelle: Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder)/Kleist-Forum

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