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Investitionen bis zu 3,5 Milliarden Euro geplant / Großflächiger Standort an der Bundesstraße 87 genehmigt

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Frankfurt (Oder) positioniert sich als Knotenpunkt für digitale Infrastruktur: Die Stadtverordnetenversammlung hat am 26. März einstimmig die Voraussetzungen für ein großflächiges Rechenzentrumscluster geschaffen. Der geplante Standort liegt im Frankfurter Ortsteil Markendorf an der B87 und ist eines der wenigen verfügbaren Großflächenareale in Deutschland, das sich für ein Rechenzentrum dieser Größenordnung eignet.

Das Projekt wird in mehreren Bauabschnitten entwickelt. Insgesamt sechs Module sind geplant mit einer Gesamtanschlussleistung von bis zu 350 Megawatt. Die Investitionen werden im Vollausbau auf 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Der Stromanbindung erfolgt über das 380-kV-Höchstspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz.

Vielfache Vorteile für die Stadt

Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser sieht mehrere Chancen: „Das Rechenzentrum eröffnet uns die Möglichkeit, endlich an eine zukunftsfähige Energieversorgung angeschlossen zu werden – die Voraussetzung für weitere Industrieansiedlungen.“ Zusätzlich ist geplant, die Abwärme des Rechenzentrums ins städtische Fernwärmenetz einzuspeisen, was eine klimafreundliche Wärmeversorgung ermöglicht.

Wirtschaftlich bedeutsam: Es könnten 200 bis 300 neue Arbeitsplätze entstehen, hinzu kommen Gewerbesteuereinnahmen. „Wir haben gezeigt, dass wir mit der Agilität und Dynamik des Vorhabenträgers schritthalten können“, betont Strasser.

Das Projekt passt zur neuen Nationalen Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung, die einen massiven Ausbau von Cloud- und KI-Kapazitäten vorsieht. Bis 2030 sollen die deutschen Rechenzentrumskapazitäten mindestens verdoppelt werden, die Kapazitäten für Künstliche Intelligenz sogar vervierfacht.

Rechenzentren gelten als Schlüsseltechnologie für datenintensive Anwendungen und fungieren als Ankerinvestitionen, die weitere Unternehmen in die digitale Wertschöpfungskette locken. Die weitere Entwicklung des Frankfurter Rechenzentrumscampus erfolgt schrittweise – zunächst stehen die planungsrechtliche Sicherung und technische Konkretisierung im Fokus.


Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)

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