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Meldungen aus Brandenburg – 5. Juni 2026

Meldungen aus Brandenburg

5. Juni 2026  ·  Nachrichten

Wirtschaft MWEKE Brandenburg 5. Juni 2026

Brandenburg startet Initiative für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Wirtschaftsministerin Martina Klement hat am 5. Juni 2026 im Rahmen einer Fachveranstaltung die Initiative „Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Brandenburg" (SVI) offiziell vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, Brandenburg als leistungsfähigen Standort für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu positionieren und Brandenburger Unternehmen in neue Wertschöpfungsketten einzubinden. In der SVI-Initiative werden Wirtschaftspolitik, Kammern, Fachverbände, Schlüsselunternehmen und die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) gebündelt.

Brandenburg sieht sich mit verfügbaren Industrieflächen, Nähe zu Bundeswehrstandorten, Test- und Erprobungsmöglichkeiten sowie der Anbindung an die Berliner Start-up- und Forschungslandschaft gut aufgestellt. Als konkrete Vorhaben sind unter anderem die Identifizierung geeigneter Standorte, die Gewinnung von Neuansiedlungen und die Vernetzung von Kooperationspartnern in allen Regionen des Landes geplant.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa Brandenburg, Pressemitteilung vom 5. Juni 2026
Inneres Ministerium des Innern Brandenburg 5. Juni 2026

Verfassungsschutzbericht 2025: Extremistenpotenzial in Brandenburg gestiegen – Jugendliche im Visier

Innenminister Dr. Jan Redmann und Verfassungsschutzleiter Dr. Wilfried Peters haben am 5. Juni 2026 den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Das Gesamtpersonenpotenzial aller Extremisten in Brandenburg ist auf 7.540 Personen gestiegen – ein Zuwachs von 2.035 gegenüber dem Vorjahr. Den größten Anteil stellt der Rechtsextremismus mit 5.890 Personen (+2.240), gefolgt von Linksextremismus mit 660 (+110) und Islamismus mit 260 (+35). Alle drei Bereiche erreichen damit ihren höchsten Stand seit Beginn der Erfassung.

Der deutliche Anstieg im Rechtsextremismus ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass nach der Hochstufung der AfD zur gesichert extremistischen Bestrebung im April 2025 nun die Gesamtzahl der brandenburgischen Parteimitglieder in die Statistik einfließt. Ein besonderer Schwerpunkt des Berichts liegt auf der gezielten Radikalisierung Jugendlicher über soziale Medien durch gewaltorientierte Neonationalsozialisten, Islamisten und Linksextremisten. Zudem warnt der Bericht vor anhaltenden pro-russischen Desinformationskampagnen, die zunehmend Künstliche Intelligenz einsetzen, sowie vor einer wachsenden Unterwanderung der Gesellschaft durch die Muslimbruderschaft.

Quelle: Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg, Pressemitteilung vom 5. Juni 2026
Verkehr VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg 5. Juni 2026

VBB: 1,56 Milliarden Fahrgäste im Jahr 2025

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) verzeichnete im Jahr 2025 rund 1,56 Milliarden Fahrgäste und damit nahezu das Rekordniveau aus dem Jahr 2019 (99,4 Prozent). Die Nachfrage nach Bussen und Bahnen der 36 Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet blieb damit auf hohem Niveau stabil. Auch im bundesweiten Vergleich liegt der VBB im Trend: Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen meldete für 2025 bundesweit ein leichtes Fahrgastplus von rund einem Prozent.

Innerhalb des Verbunds entwickelten sich die Verkehrsträger jedoch unterschiedlich: Die S-Bahn Berlin legte dank Nachholeffekten nach streik- und baustellenbedingten Einschränkungen des Vorjahres um 5,9 Prozent zu. Der Regionalverkehr hingegen verlor 8,8 Prozent – ein Rückgang, der mit der Generalsanierung des Hochleistungskorridors Hamburg–Berlin zusammenhängt, die seit Sommer 2025 den Bahn- und Fernverkehr auf wichtigen Strecken beeinträchtigt. Die Bruttofahrgeldeinnahmen stiegen 2025 auf rund 1,41 Milliarden Euro (+11,3 Prozent), deckten jedoch nur einen Teil der gestiegenen Betriebskosten. Das ÖPNV-Angebot konnte nur durch erhöhte öffentliche Zuschüsse aufrechterhalten werden. Neue Ticketprodukte wie das Deutschlandticket (seit 2025: 58 Euro monatlich), das Deutschlandticket Job und das Deutschland-Semesterticket prägen zunehmend die Einnahmestruktur.

Quelle: VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH, Pressemitteilung vom 5. Juni 2026
Bildung & Soziales Fachhochschule Potsdam 5. Juni 2026

Erste Stiftungsprofessur für Soziale Arbeit in Brandenburg startet im Herbst

Die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam und die Fachhochschule Potsdam haben am 5. Juni 2026 eine Fördervereinbarung für eine neue Stiftungsprofessur im Bereich Soziale Arbeit unterzeichnet. Ab dem Wintersemester 2026/27 startet die Professur „Hilfe zur Erziehung in einer transformativen Gesellschaft" – als derzeit einzige Stiftungsprofessur der Fachhochschule Potsdam und erste ihrer Art im Bereich Soziale Arbeit in Brandenburg.

Mit einer Förderung von insgesamt 750.000 Euro über fünf Jahre bis 2031 soll die Professur dem wachsenden Fachkräftebedarf in der Kinder- und Jugendhilfe begegnen. Der Unterzeichnungstermin unter Beteiligung von Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und Bildungsminister Gordon Hoffmann eröffnet zugleich die Bewerbungsphase für Studierende.

Quelle: Fachhochschule Potsdam / Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam, Pressemitteilung vom 5. Juni 2026
Landwirtschaft pro agro e.V. 5. Juni 2026

31. Brandenburger Landpartie am 13. und 14. Juni

Am 13. und 14. Juni 2026 öffnen in ganz Brandenburg landwirtschaftliche Betriebe ihre Tore zur 31. Brandenburger Landpartie. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm aus Hofführungen, Verkostungen, Mitmachangeboten und regionalen Märkten. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung findet beim Landwirtschaftsbetrieb Domin in Senftenberg OT Peickwitz statt (Sonnabend ab 10:30 Uhr).

Teilnehmende Betriebe sind in allen Himmelsrichtungen des Landes vertreten – von der Walnussmeisterei Böllersen in Herzberg (Mark) im Norden über den Behringhof in Höhenland im Osten bis zur Urstrom Kaese in Baruth/Mark im Süden und dem Institut für Binnenfischerei in Potsdam-Sacrow im Westen. Eine vollständige Übersicht aller Teilnehmer ist unter www.brandenburger-landpartie.de abrufbar. Die gedruckte Broschüre kann beim Verband pro agro per Mail unter landpartie@proagro.de bestellt werden.

Quelle: pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e.V., Presseinformation vom 5. Juni 2026
Digitales Landkreis Märkisch-Oderland 5. Juni 2026

e.discom und Telekom unterzeichnen Glasfaserkooperation im Landkreis Märkisch-Oderland

Der Glasfaser-Netzbetreiber e.discom hat die Telekom als neuen Kooperationspartner für das geförderte Glasfasernetz im Landkreis Märkisch-Oderland gewonnen. Damit erweitert das Unternehmen sein bestehendes Partnernetzwerk, dem neben den Stadtwerken Schwedt und Plus-net nun auch die Telekom angehört. Rund 22.000 Haushalte und Unternehmen im Landkreis profitieren nach Angaben des Breitbandbeauftragten von größerer Produktvielfalt und intensiverem Wettbewerb.

Grundlage ist das „Open-Access"-Modell der e.discom, das verschiedenen Anbietern die Nutzung der bestehenden Infrastruktur ermöglicht – ohne zusätzliche Baumaßnahmen. Dies soll eine schnelle und nachhaltige Versorgung der Region mit Highspeed-Internet sicherstellen.

Quelle: Landkreis Märkisch-Oderland, Pressemitteilung 26/2026 vom 5. Juni 2026
Wirtschaft IHK Ostbrandenburg 5. Juni 2026

IHK Ostbrandenburg und Eberswalder Wurst GmbH einigen sich zur Markennutzung

Die IHK Ostbrandenburg und die Eberswalder Wurst GmbH (EWG) haben sich nach intensiven Gesprächen auf eine einvernehmliche Vereinbarung zur künftigen Nutzung der Marke „Eberswalder" verständigt. Hintergrund ist die Schließung des Produktionsstandortes in Britz bei Eberswalde Ende Februar 2026. Die Einigung schafft rechtliche Klarheit und sichert Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Die Produkte der Marke Eberswalder werden künftig vornehmlich an anderen Standorten in Ostdeutschland produziert, wobei eine vorrangige Rohwarenbeschaffung über den Standort Weißenfels angestrebt wird, um Brandenburger Zulieferer einzubinden. Die IHK Ostbrandenburg hält die Kollektivmarkenrechte bis zum 30. November 2027. Zudem stellt die EWG einmalig 100.000 Euro bereit, die in Abstimmung mit der IHK der Wirtschaftsförderung und sozialen Einrichtungen im Landkreis Barnim zugutekommen sollen.

Darüber hinaus enthält die Vereinbarung drei weitere wichtige Zusagen der EWG: Die Verkaufseinheit in Wandlitz im Landkreis Barnim soll dauerhaft weitergeführt und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Für den Fall eines Neubaus einer Produktionsstätte für Eberswalder Produkte wird Brandenburg als erste Option in Betracht gezogen. Die ehemalige Betriebsstätte in Britz soll schnellstmöglich einer neuen Nutzung zugeführt und bis zu einem möglichen Verkauf so gepflegt werden, dass eine Vermarktung grundsätzlich möglich bleibt.

Quelle: IHK Ostbrandenburg, Pressemitteilung vom 5. Juni 2026
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