Vortrag und Gespräch mit Annette Simon
„Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin" – Heimat als ambivalenter Ort
Sonntag, 6. September 2026
14:00 Uhr, Vortrag und Gespräch mit Annette Simon, Psychoanalytikerin und Autorin
Der Eintritt ist frei.
Der Begriff „Heimat" hat in der politischen Arena und in den Medien derzeit wieder Konjunktur. Dabei handelt es sich um einen schillernden, historisch wandlungsfähigen und umstrittenen Begriff. Was bedeutete er einst für die Menschen in der DDR, und welche Bedeutung hat er heute in Deutschland? Die Psychologin und Autorin Annette Simon geht in ihrem Vortrag der Frage nach, wie die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus das Verständnis von „Heimat" prägte und welche Rolle dabei die Generation der „68er" spielte. Dabei nimmt sie auch die Unterschiede und Parallelen zwischen den Gesellschaften Ost- und Westdeutschlands in den Blick.
Auf der Suche nach Antworten blickt Annette Simon auf Erfahrungen von Menschen in der DDR sowie auf literarische Texte von Autoren wie Thomas Brasch, Volker Braun und Peter Schneider.
Annette Simon, geboren 1952 in Leipzig, ist Diplompsychologin und Psychoanalytikerin in Berlin sowie ehemaliges Mitglied im „Neuen Forum" und Buchautorin. Nach ihrem Psychologiestudium an der Ostberliner Humboldt-Universität arbeitete sie von 1975 bis 1992 in der Psychiatrischen Klinik Herzberge und ließ sich anschließend in freier Praxis als Psychotherapeutin nieder. Von 1996 bis 2022 war sie als Psychoanalytikerin tätig. Seit 1991 veröffentlicht sie Texte unter anderem zur ostdeutschen Mentalität und Identität sowie zu den psychosozialen Prozessen der deutschen Vereinigung.
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Das Weite suchen. Fotografien der späten 1980er und frühen 1990er Jahre", die noch bis zum 4. Oktober 2026 in Eisenhüttenstadt zu sehen ist.
Weitere Informationen zum Museum, zu Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten finden Sie unter www.utopieundalltag.de.




