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Aktualisierung

Gesundheitsamt informiert über coliforme Bakterien im Trinkwassernetz in Teilen des Versorgungsgebietes des WAZ Seelow

Kontrollen vom 31.08.2026 haben ergeben, dass auch im Trinkwassernetz der Gemeinden Werbig, Neuwerbig, Altlangsow, Neulangsow, Seelower Loose, Zechin, Zechiner Loose, Buschdorf, Friedrichsaue und Genschmar coliforme Bakterien nachgewiesen wurden. Das Abkochgebot des Gesundheitsamtes Märkisch-Oderland gilt damit ab sofort auch für diese Orte.

Weiterhin betroffen sind die Gemeinden Golzow (einschließlich Heimstättensiedlung), Gorgast (einschließlich Schäferei), Bleyen (einschließlich Altbleyen und Kuhbrücke), Manschnow (einschließlich Neu Manschnow), Küstrin-Kietz, Rathstock, Reitwein, Hathenow, Podelzig (einschließlich Wuhden und Klessin), Sachsendorf (einschließlich Werder), Alt Tucheband (einschließlich Neu Tucheband) und Hackenow. Dort waren coliforme Bakterien bereits bei einer routinemäßigen Untersuchung festgestellt worden.

Betroffene Gemeinden im Überblick:

Werbig, Neuwerbig, Altlangsow, Neulangsow, Seelower Loose, Buschdorf, Zechin, Zechiner Loose, Friedrichsaue, Genschmar, Golzow (mit Heimstättensiedlung), Gorgast (mit Schäferei), Bleyen (mit Altbleyen und Kuhbrücke), Manschnow (mit Neu Manschnow), Küstrin-Kietz, Rathstock, Reitwein, Hathenow, Podelzig (mit Wuhden und Klessin), Sachsendorf (mit Werder), Alt Tucheband (mit Neu Tucheband), Hackenow

Coliforme Bakterien gelten als Indikatororganismen. Ihr Nachweis bedeutet nicht zwangsläufig, dass Krankheitserreger im Trinkwasser vorhanden sind, weist jedoch auf eine mögliche mikrobiologische Beeinträchtigung des Versorgungssystems hin. Solche Einträge können etwa durch Arbeiten am Leitungsnetz oder technische Störungen entstehen.

Die Ursache des Keimnachweises wird derzeit untersucht. Weitere Trinkwasserproben wurden entnommen, deren Ergebnisse in der kommenden Woche erwartet werden. Das Gesundheitsamt steht dazu in engem Austausch mit dem WAZ Seelow als zuständigem Wasserversorger. Genaue Zahlen und Werte der Prüfberichte werden nicht bekanntgegeben; maßgeblich ist der Grenzwert von „0", bei dessen Überschreitung Maßnahmen eingeleitet werden.

Der WAZ Seelow hat bereits umfangreiche Netzspülmaßnahmen sowie weitere technische Maßnahmen eingeleitet, um die Ursache zu beseitigen und die Trinkwasserqualität schnellstmöglich wieder vollständig sicherzustellen. Über den Fortgang informiert der WAZ Seelow fortlaufend auf seiner Internetseite.

Vorsichtsmaßnahmen des Gesundheitsamtes:

  • Leitungswasser nur abgekocht trinken.
  • Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und mindestens 10 Minuten abkühlen lassen; die Nutzung eines Wasserkochers wird empfohlen.
  • Für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden sowie bei Kontakt mit Schleimhäuten (z. B. Augen) ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwenden.
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem (ältere Menschen, Säuglinge, Kinder, Schwangere sowie medikamentös bedingte Immunschwäche) sollten nicht duschen.
  • Leitungswasser kann für die Toilettenspülung und andere Zwecke ohne Einschränkungen genutzt werden.
  • Auf eine ausreichende Chlorung von Poolwasser ist zu achten.

Coliforme Bakterien können unter anderem Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall verursachen. Gelangen sie in offene Wunden, können Entzündungen entstehen. Besonders empfindliche Personengruppen wie Säuglinge, ältere Menschen sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten die Vorsichtsmaßnahmen konsequent beachten.

Die Vorsichtsmaßnahmen gelten bis auf Weiteres. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen oder die Maßnahmen aufgehoben werden können, informieren das Gesundheitsamt und der WAZ Seelow die Öffentlichkeit umgehend.