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Städtepartnerschaft

Eisenhüttenstadt: Straße in Partnerstadt Drancy nach dem 9. November 1989 benannt

Ein Datum, das für den Aufbruch in ein neues Kapitel der deutschen Geschichte steht, trägt jetzt auch in der französischen Partnerstadt Drancy einen sichtbaren Namen: Im neuen Stadtviertel „Baillet“ wurde die „Rue du 9 Novembre 1989“ eingeweiht. Zur feierlichen Eröffnung hatte Drancys Bürgermeister Jean-Christophe Lagarde seinen Eisenhüttenstädter Amtskollegen Marko Henkel eingeladen.

Für Millionen Menschen in der DDR bedeutete der 9. November 1989 den Beginn von Freiheit, Reisefreiheit und der Möglichkeit, wieder selbst über das eigene Leben zu bestimmen. Für Bürgermeister Henkel ist das Datum dabei nicht nur ein historisches Ereignis, sondern auch Teil seiner eigenen Lebensgeschichte.

„Die Einweihung dieser Straße hat mich tief bewegt. Der 9. November 1989 war für meine Generation ein Tag, an dem plötzlich Dinge möglich wurden, die zuvor undenkbar erschienen. Seit 35 Jahren ermöglichen wir es im Rahmen des Schüleraustauschs mit Drancy jungen Menschen, einander kennenzulernen, Verständnis füreinander zu entwickeln und letztlich auch Freundschaften zu schließen. Ohne den 9. November 1989 wäre diese schöne Tradition nicht möglich gewesen“, so Henkel.

Auch Jean-Christophe Lagarde begründete die Benennung der Straße: Sie solle die europäischen Werte in Drancy verankern und das wichtige Datum stärker ins Bewusstsein der Franzosen rücken. Er selbst hatte als junger Erwachsener einige Monate in Berlin gelebt und die Aufbruchstimmung der frühen 1990er Jahre miterlebt.

Als Zeichen der tiefen Verbundenheit überreichte Bürgermeister Henkel seinem Amtskollegen eine Plakette mit der Aufschrift „Amitié“ (Freundschaft). Mit ihr soll künftig ein Haus in der Straße des 9. November 1989 der Partnerschaft zwischen Eisenhüttenstadt und Drancy gewidmet werden.

Einweihung der Rue du 9 Novembre 1989 in Drancy