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Wirtschaft

Wirtschaftsministerin Klement besucht ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt

Die Zukunft der energieintensiven Industrie und die Wettbewerbsfähigkeit des Stahlstandortes Deutschland standen im Mittelpunkt eines Besuchs der Brandenburger Wirtschaftsministerin Martina Klement bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt.Rainer Böse, Deutschlandchef von ArcelorMittal und CEO der Flachstahlwerke in Eisenhüttenstadt und Bremen, machte bei dem Termin deutlich, wie sehr hohe Energiekosten, Infrastrukturdefizite und internationale Wettbewerbsnachteile den Industriestandort belasten. Ein Strompreis von 50 Euro pro Megawattstunde „all-in" sei Voraussetzung dafür, dass die Stahlproduktion in Deutschland wettbewerbsfähig bleibe, so Böse. Für den Erhalt von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in Brandenburg brauche es jetzt konkrete Entscheidungen statt weiterer Verzögerungen.Als weiteren Belastungsfaktor nannte Böse die Situation im Schienenverkehr: Sowohl Rohstoff- als auch Fertigmaterialtransporte müssten von der Deutschen Bahn zuverlässig abgewickelt werden – die derzeitige Unzuverlässigkeit bei Gütertransporten sei nicht hinnehmbar.Auch mit Blick auf die Transformation der Stahlindustrie sieht ArcelorMittal politischen Handlungsbedarf. Es fehle ein schlüssiges Gesamtkonzept, wie das Auslaufen der kostenlosen CO₂-Zertifikate, Investitionsförderung und eine ausreichende Nachfrage nach emissionsarmem Stahl zusammenwirken sollen. Unternehmen benötigten Verlässlichkeit und wirtschaftliche Perspektiven – die Entwicklung grüner Leitmärkte komme derzeit zu langsam voran und bremse Investitionen, so Böse weiter.Wirtschaftsministerin Klement sicherte dem Werk die Unterstützung der Landesregierung zu. ArcelorMittal Eisenhüttenstadt sei eines der Fundamente des Industriestandorts Brandenburg und ein wesentlicher Teil regionaler Wertschöpfungsketten. Gemeinsam mit dem Unternehmen werde sich die Landesregierung bei Bund und EU für niedrigere Strompreise und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die energieintensive Industrie einsetzen.

Quelle: ArcelorMittal Eisenhüttenstadt