Frankfurt (Oder): Raum für Zuversicht — ukrainische Jugendliche zu Gast fernab des Kriegsalltags
Zehn Tage Erholung, Begegnung und Austausch in Frankfurt (Oder) und Słubice
16 ukrainische Jugendliche aus Frankfurts Partnerstadt Schostka und aus Sumy sind vom 21. September bis zum 2. Oktober in Frankfurt (Oder) und Słubice zu Gast. Im Rahmen des Projekts „Kriegstrauma-Bewältigung 2026“ bekommen sie zehn Tage lang die Möglichkeit, für eine Weile dem belastenden Alltag zu Hause zu entkommen — und einfach Kind oder Jugendlicher zu sein.
Der Krieg prägt inzwischen jeden Lebensbereich, besonders spürbar bei jungen Menschen: Ängste, Unsicherheit und belastende Erlebnisse können sich auf die persönliche Entwicklung und das Wohlbefinden auswirken. Genau hier setzt das Projekt an. Es verbindet gezielte psychosoziale Unterstützung mit Begegnung, Kreativität und gemeinsamer Freizeit. Einen besonderen Platz nehmen Gruppen- und Einzelgespräche mit einer ukrainischen Psychologin sowie Kunstworkshops ein — ein geschützter Rahmen, in dem die Jugendlichen Gefühle und Erlebnisse ausdrücken und neue Wege im Umgang mit Belastungen finden können.
Genauso wichtig ist der Austausch mit Gleichaltrigen. Begegnungen mit Jugendlichen aus Deutschland und Polen sowie mit jungen Menschen aus der ukrainischen Diaspora schaffen Raum für neue Kontakte, gemeinsame Erlebnisse und gegenseitige Unterstützung. Gemeinsame Schul- und Freizeitaktivitäten sollen den Jugendlichen ein Stück Normalität und Gemeinschaft zurückgeben.
Die offizielle Partnerschaft zwischen Frankfurt (Oder) und Schostka wurde nach Kriegsbeginn im August 2022 besiegelt. Seitdem gibt es regelmäßigen Kontakt zur Verwaltung vor Ort, mehrere humanitäre Hilfstransporte wurden organisiert. Mit der inzwischen dritten Auflage des Projekts setzt Frankfurt (Oder) ein weiteres Zeichen der Verbundenheit — und schafft für eine neue Gruppe junger Menschen aus der Partnerstadt einen Moment der Zuversicht.




