Brandenburg: Volkssolidarität warnt vor Ausgrenzung Älterer
Zum Tag der älteren Generation am 1. Oktober warnt die Volkssolidarität Landesverband Brandenburg vor einer doppelten Belastung älterer Menschen: Kürzungen im sozialen Bereich infolge knapper Haushalte und Ausgrenzung durch die zunehmende Digitalisierung.
„Ältere Menschen haben dieses Land aufgebaut – nun werden sie von zwei Seiten unter Druck gesetzt: Behörden digitalisieren, ohne an sie zu denken, und die Politik spart genau dort, wo Menschen Unterstützung am dringendsten brauchen. Das ist kein Sparpotenzial. Das sind Menschen.“Katharina Slanina, Vorstandsvorsitzende der Volkssolidarität Landesverband Brandenburg
Immer mehr Verwaltungsleistungen werden auf digitale Kanäle verlagert. Für viele ältere Menschen bedeute das nicht Fortschritt, sondern Ausschluss, so der Verband. Die Volkssolidarität fordert deshalb durchgängig barrierefreie digitale Angebote, den Erhalt analoger Zugangswege und persönliche Unterstützung vor Ort – als Recht und nicht als Ausnahme.
Zugleich gefährde der Spardruck auf Landes- und Bundesebene genau die Strukturen, die ältere Menschen auffangen. Dabei seien es vielfach ältere Menschen selbst, die diese Lücken ehrenamtlich füllen. In den mehr als 660 Mitgliedergruppen der Volkssolidarität organisieren sie Nachbarschaftshilfe, Beratungen sowie Sport- und Freizeitangebote und übernehmen damit nach Ansicht des Verbands Aufgaben, die eigentlich beim Staat lägen. Das sei bewundernswert, dürfe aber kein Dauerzustand sein.
„Seit fast 81 Jahren stehen wir für Miteinander – Füreinander. Aber Solidarität kann nicht allein Aufgabe der Zivilgesellschaft sein – und schon gar nicht auf den Schultern älterer Menschen. Politik muss jetzt endlich handeln und zeigen, dass sie für eine Gesellschaft steht, die niemanden zurücklässt.“Volkssolidarität Landesverband Brandenburg
Quelle: Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e. V.




