Schöneiche: Aus der Containerschule wird ein neues Gymnasium
Der Vertrag ist unterschrieben: Der Landkreis Oder-Spree baut in Schöneiche ein neues Gymnasium. Drei Baukörper, eine Sporthalle, eine Aula mit Bühne und ein naturnahes Schulgelände sollen die Container ablösen, in denen die Schule bisher untergebracht ist.
Das Wichtigste in Kürze
Den Vertrag unterzeichneten der Landkreis und die Bietergemeinschaft am 29. September 2026. Für Planung und Bau bleiben damit knapp zwei Jahre. Bei der Schule ist die Vorfreude groß:
„Innen merkt man kaum, dass wir im Container sind. Von außen ist es aber ein ‚hässliches Entlein‘ in Schöneiche.“Kerstin Seidler, stellvertretende Leiterin des Gymnasiums
Infoabend für alle Interessierten
Wie das neue Gymnasium aussehen wird und wie der Bau abläuft, stellt das beauftragte Unternehmen öffentlich vor.
So soll die neue Schule aussehen
Im Wettbewerb überzeugte vor allem die städtebauliche Idee: Statt eines langen Riegelbaus entstehen drei Baukörper, die sich an der umliegenden Bebauung orientieren.
■ Modulare Bauweise: einfach und dennoch architektonisch anspruchsvoll.■ Eigene Zone für jeden Jahrgang: zum Lernen und für die Betreuung, mit kurzen Wegen zu Klassenräumen und Fachkabinetten.■ Flexible Räume: Bereiche lassen sich abtrennen, Räume schaffen und wieder auflösen.■ Sporthalle: mit dem Schulgebäude verbunden und zusätzlich von der Parkplatzseite erreichbar.■ Aula mit Bühne für das Darstellende Spiel.■ Naturnahes Gelände: warme Farbtöne und eine Wildblumenwiese direkt neben der Laufbahn.
„Mit dem Leitbild ‚Das Kleine im Großen wiederfinden‘ verbindet das neue Gymnasium in Schöneiche die Anforderungen eines modernen Schulbaus mit den Dimensionen seines städtebaulichen Umfelds.“Dr. Christian Kronaus, BDA
Lars Fischer von der VBD Beratungsgesellschaft für Behörden, die den Landkreis im Verfahren begleitet hat, lobt die durchdachte Gliederung. Durch die eigenen Jahrgangszonen entstehe ein „Zuhause-Gefühl“. Auch die Zufahrten für Autos und Fahrräder seien gut gelöst. Holger Seide von Meyer Hochbau und Martin Mudrack von HABAU betonen: „Veränderungen sind später einfach möglich.“
Planen und Bauen aus einer Hand
Der Landkreis setzt auf das Totalunternehmermodell. Die beauftragte Bietergemeinschaft baut also nicht nur Schulgebäude, Sporthalle und Außenanlagen, sondern übernimmt auch sämtliche Planungsleistungen bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Den Zuschlag erhielt sie nach einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb.
„Für den Auftraggeber bedeutet das eine hohe Kosten- und Terminsicherheit, für uns eine klare Aufgabenstellung. Gerade bei einem Projekt mit einem so ambitionierten Zeitplan ist das ein entscheidender Vorteil.“Hauke Lattmann, Geschäftsführer der HABAU Deutschland
Meyer-Grunewald vom Landkreis Oder-Spree dankte allen Beteiligten: „Vier Jahre von der Konzeption bis zur fertigen Schule. Das ist eine Leistung, die nur funktioniert, weil alle so eng zusammenarbeiten.“
Schülerinnen und Schüler reden mit
Raumprogramm und Rahmenbedingungen hat der Landkreis mit der Schulleitung abgestimmt, auf Grundlage des Musterraumprogramms des Bildungsministeriums. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich weiter einbringen können, unter anderem bei:
■ der Gestaltung des Schulhofs■ der Ausstattung von Unterrichts- und Aufenthaltsräumen■ Selbstlernzentrum und Bibliothek■ dem Farbkonzept innen und außen■ dem künftigen Namen der Schule
Der Weg zur neuen Schule
Januar 2025Erste Beteiligung der Schülerinnen und Schüler beim Tag der offenen Tür10. September 2026Kreisausschuss beschließt die Vergabe29. September 2026Vertrag unterzeichnet7. Oktober 2026Erste Abstimmung mit dem Bauordnungsamt in Beeskow12. Oktober 2026Öffentlicher Infoabend in der Kulturgießerei2027Geplanter Spatenstich17. Juli 2028Schlüsselfertige Übergabe von Schule und Sporthalle
Quelle: Landkreis Oder-Spree




